Feste sparen

Der Stadtjugendring will die vierte Stelle im Jugendzentrum retten. Deshalb unterbreitet er andere Sparvorschläge. Die betreffen auch das beliebte Kinderbürgerfest.

Die Liste der Grausamkeiten wird länger und länger. Jetzt legt der Stadtjugendring (SJR) seine Sparvorschläge auf den Tisch. Besonders einschneidend: Das Kinderbürgerfest, das im Juli stets viele tausend Besucher in den Park lockt, könnte nur noch alle zwei Jahre steigen. Zudem regt der SJR den Verzicht auf die ebenfalls beliebte Inliner-Nacht am Freitag vor dem Bürgerfest sowie Veränderungen (unter anderem höhere Gebühren) beim Kinderferienprogramm an.

SJR-Geschäftsführer Ewald Zenger und Vorsitzender Tobias Reichelt präsentierten diese Vorschläge am Mittwoch im Kinder- und Jugendhilfeausschuss. Ihr Signal: Die Stadt könne gerne den Rotstift beim Jugendring ansetzen - "nur nicht beim Personal". Die vierte Sozialpädagogen-Stelle im Juz, die überraschend im Feuer steht, sei immens wichtig unter anderem für die Arbeit gegen Rechtsextremismus und der Integration benachteiligter Jugendlicher.

Reinen Wein schenkte Sitzungsleiter Lothar Höher den Gremiumsmitgliedern ein: Jetzt, da eine Mitarbeiterin gekündigt habe, sei eben die Gelegenheit günstig, die Stelle zu streichen. Der Bürgermeister: "Allen muss bewusst sein: Wenn wir nicht hier einsparen, dann woanders." Die SPD - und auch OB Kurt Seggewiß - wollten an der Stelle festhalten, versicherte Elena Hierold (SPD). Damit würde der Rathauschef allerdings gegen die Empfehlung "seiner" Verwaltung stimmen. Dieser sah sich Höher mit seinem Votum verpflichtet.

Mit einer 10:5-Mehrheit empfahl der Ausschuss letztlich, an der vierten Stelle festzuhalten. Das letzte Wort hat am Montag der Stadtrat. Dort zeichnet sich eine knappe Entscheidung ab - dann womöglich für die Streichung der Stelle.
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