Festplatz: Limiter wirken - Wohnen im Gewerbegebiet?
Kein Krach um Lärm

Die Aufregung hat sich gelegt. "Limiter" regeln im Festzelt und in den Fahrgeschäften die Lärm-Emissionen unter die Grenzwerte. In einem geänderten Bebauungsplan könnte Wohnen im nahen Gewerbegebiet generell erlaubt werden - wenn auch dort die Werte passen. Bild: Michael Ascherl
Der Platzregen am Samstag war deutlicher zu hören als die Musik aus dem Festzelt und den Fahrgeschäften. Die installierten Limiter, die den Schall begrenzen, vollbringen offenbar Wunder. Auch die beiden Messungen, die die Stadt beim aktuellen Volks- und Schützenfest durchführte, zeigten, dass die Immissionswerte an den drei Standorten am Merklsteig eingehalten werden, bestätigte Rechts- und Sozialdezernent Hermann Hubmann am Mittwochnachmittag.

Weniger die Nachbarn im Merklsteig, als vielmehr die im Gewerbegebiet Westlich Neustädter Straße hat derzeit Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm im Blick. Er prüft die Frage, ob nach der Änderung des Flächennutzungsplanes (inzwischen rechtskräftig) auch der Bebauungsplan geändert werden muss. "In der Tendenz spricht mehr dafür als dagegen", räumt er ein. Allerdings wegen ganz spezieller Gesichtspunkte. So liebäugelt er damit, auf den "teuersten Gewerbegrundstücken der Stadt" Hausmeister- und Betriebsleiterwohnungen "nicht nur ausnahmsweise, sondern generell zuzulassen".

Diese Anregung will Bohm auch dem Bau- und Planungsausschuss im Herbst unterbreiten. Gerade für die Familienbetriebe sei die Frage relevant, ob auf den zentrumsnahen Grundstücken auch Wohnen möglich ist. Im Paket dazu gibt es für die Bauausschussmitglieder den Vorschlag, die Auswirkungen der "selbststeuernden Limiter" auf das Gewerbegebiet untersuchen zu lassen. Dazu sei ein detailliertes, aktuelles schalltechnisches Gutachten nötig.
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