Feucht-fröhliches Treffen zweier Pärchen artet aus - Polizei findet verbotene Waffen
Netter Abend mit Machete

Symbolbild: dpa
Vermutlich wollten sich die beiden befreundeten Pärchen einfach nur einen netten Abend machen. Ihr Beisammensein am Samstag endete jedoch katastrophal: mit Räuschen, Entgleisungen, einer blutigen Wunde, einem Polizeieinsatz - und Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen nach dem Waffengesetz. Wie die Gesetzeshüter berichten, stießen sie beim Gastgeber auf ein "kleines Arsenal" an verbotenen Hieb- und Stichwaffen.

Es hatte so harmlos begonnen wie in unzähligen anderen Wohnungen am Samstagabend. Die zwei Pärchen verbrachten den Abend zusammen - und sprachen dabei auch dem Alkohol zu. "Mehr als reichlich", wie die Polizei notiert. Unmittelbare Folgen hatte das für die Gastgeber: Gegen 2.30 Uhr sei der 33-jährige Wohnungsinhaber zusehends in Rage und schließlich mit seiner 31-jährigen Partnerin in Streit geraten. Dabei soll auch eine Machete ins Spiel gekommen sein. Die Frau jedenfalls erlitt eine stark blutende Wunde an einer Hand - "unter bisher noch nicht geklärten Umständen". Einer aus der Runde rief das Rote Kreuz, das den oberflächlichen Schnitt mit einem Pflaster versorgte.

Die Gäste aus Weiden, 31 und 32 Jahre alt, seien nur Zeugen des Streits gewesen, teilt die Polizei mit. Nachdem das BRK wieder abgezogen war, ließen sie und die Verletzte sich mit einem Taxi nach Weiden fahren. Kurz nach der Stadtgrenze wurde dem Chauffeur die Sache jedoch zu heiß: Er verständigte die Polizei. Zwei Streifen rückten aus, um die Tatwaffe sicherzustellen. Dabei tauchte noch mehr Verbotenes auf: ein Messer mit einer 31-Zentimeter-Klinge, ein Butterflymesser, ein Wurfstern, ein Schlagring und ein "Totschläger".

Kaum minder beeindruckend dürfte das Arsenal an Alkoholika gewesen sein. "Die männlichen Teilnehmer der Feierrunde hatten Alkoholpegel zwischen 2,6 und 3 Promille", heißt es im Polizeibericht. Und auch die Partnerinnen "standen sichtbar unter Alkoholeinfluss".
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