Feuerschein zu sehen

Wolfgang Eger aus Wolfsfeld erzählte beim heimatkundlichen Stammtisch der Gemeinde Ursensollen von den Einsätzen der Feuerwehr Ursensollen während der Kriegszeit. Die Luftangriffe auf die deutschen Großstädte ab 1942 hatten deutlich gezeigt, dass die örtlichen und überörtlichen Kräfte der Feuerschutzpolizei und des SHD nicht mehr alleine ausreichten. Deshalb wurden Feuerwehren der Umgebung in die Brandbekämpfung einbezogen. In Amberg wurde am 14. Oktober 1942 die Feuerwehrkompanie Vils aufgestellt.

Sie setzte sich aus Mitgliedern der Feuerwehren Amberg, Sulzbach, Hahnbach, Vilseck und Ursensollen zusammen. Jede Ortschaft stellte vorerst ein Fahrzeug mit Besatzung 1/1/8 und einen Kradfahrer. Das Fahrzeug LF 8 war in einem Nebengebäude der ehemaligen Brauerei Gehr untergebracht. Für die Ursensollener Truppe sind acht Einsätzen in Nürnberg und fünf in Regensburg dokumentiert.

Ein Detail am Rande: Der zuständige Übungsleiter ließ seine Truppe gerne während der Gottesdienstzeiten zu Übungen antreten, damit die Männer nicht in die Kirche gehen konnten. Mehrere Stammtisch-Teilnehmer erinnerten sich, dass man den Feuerschein der brennenden Städte Nürnberg und Würzburg sogar in Ursensollen und Hohenkemnath wahrnahm. (schß)
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