Feuerwehr gibt alles: für die Katz' - und für die Taube

Die Katze auf dem heißen Blechdach maunzte am Samstag jämmerlich um Hilfe. Die Brieftaube unter dem Baum gurrte dagegen am Sonntag eher dezent nach Aufmerksamkeit. Deshalb kann die Freiwillige Feuerwehr Weiden auf ein Wochenende zurückblicken, an dem tierisch was los war in der Stadt. War sie es doch, die Katze und Taube zur Hilfe eilte.

Samstag, 11 Uhr: Familie Klahn war unterwegs zum Carport in der Hohlsteinstraße, als sie ein klägliches Maunzen über sich hörte. Da tänzelte doch tatsächlich eine weiße Katze mit hellen braunen Flecken auf dem heißen Blechdach des Nachbarhauses herum. Obendrein hechelte sie. "Wir rätseln noch heute, wie die Katze da überhaupt hoch gekommen ist", sagt Marcel Klahn. Dafür weiß der 15-Jährige ganz genau, wie die Samtpfote wieder herunter gekommen ist. Die Feuerwehr rückte vom Ortsteilfest Scheibe mit der Drehleiter ab und in der Holsteiner Straße an. Dort fingen die Kameraden das erschrockene Tier ein. Es ist wohl noch nicht mal ein Jahr alt. "Wir haben die Katze dann dem Besitzer, einem Nachbarn, übergeben", erklärt Stadtbrandrat Richard Schieder. Und der muss jetzt für die Rettungsaktion zahlen? "Nein. Die Rettung von Menschen und Tieren ist nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz kostenfrei", weiß Schieder.

Das muss sich tierisch schnell herumgesprochen haben. Denn bereits tags darauf freute sich eine beringte Brieftaube über die hilfsbereiten Floriansjünger. Völlig entkräftet tapste sie bis zu deren Eintreffen am Sonntag gegen 15.30 Uhr unter einem Baum in der Leuchtenberger Straße herum. "Das Tier war flugunfähig", sagt Schieder. So konnten es die Feuerwehrleute einfangen und ins Tierheim bringen. Das Täubchen kann dort abgeholt werden.
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