Finanzgewerkschaft: Mehr Personal, mehr Arbeit
Lob und Tadel

Die Bayerische Finanzgewerkschaft schlägt Alarm: Die Arbeitsbelastung in den Finanzämtern sei inzwischen so hoch, dass dadurch selbst die Gesundheit der Mitarbeiter in Mitleidenschaft gefährdet sei.

Diese Klage war zu hören bei der Regionaltagung der Gewerkschaft (Bezirk Nordbayern) im Vereinsheim Almrausch. Vorsitzende Helene Wildfeuer und ihr Stellvertreter Thomas Wagner informierten die anwesenden Personalräte über die aktuellen Themen, die den Beschäftigten in den Finanzämtern auf den Nägeln brennen.

In der Diskussion mit den Betroffenen vor Ort ging es nicht zuletzt um die arbeitsmäßige Belastung, die durch etwa 2200 fehlende Kollegen und durch zusätzliche Aufgaben angestiegen sei. Auch bringe der Einsatz der EDV nicht die Entlastung, die sich die Politik von ihr erwartet hat, sondern oft zusätzliche Arbeiten.

Sehr positiv bewerteten die Anwesenden dagegen die hohen Einstellungszahlen im Nachwuchsbereich, die Finanzminister Markus Söder zu verdanken seien. Allerdings sei dies noch nicht ausreichend, um die altersbedingten personellen Abgänge auszugleichen.

Daher müsse weiter Personal eingestellt und ausgebildet werden. Auch wenn dies eine überproportionale zusätzliche Belastung gerade der Oberpfälzer und oberfränkischen Finanzämter darstellt, da aus diesen Bereichen eine hohe Zahl der Nachwuchsbeamten Bayerns kommt.
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