Flott umsteigen ins E-Fahrzeug

Vier in einer tragenden Rolle: Stephan Korb, Leonhard Dietrich, Matthias Rösch und Veit Wagner (von links) halten die Elektromobilität hoch. Am 29. Juli und am 29. August laden sie zu zwei Großveranstaltungen. Bild: Wieder

Die Elektro-Räder meistern den Imagewandel. Galten sie lange als Rentner-Rad, drehen sie nun als E-Bikes - je teurer, umso begehrter - groß auf. Doch die Zweiräder sind nur eine Säule der Elektromobilität. Die E-Autos schleichen mühsam hinterher. Dabei gebührt ihnen ein Platz in jeder Garage.

"Mountain-Bikes mit Bosch-Mittelmotor. Das gibt den Kick, das ist der Trend", betont Leonhard Dietrich. Der Projektmanager der Volkshochschule Weiden ist mit Stephan Korb (Firma IP 3) und Veit Wagner (lokale Agenda 21) einer der Netzwerkpartner des Energietechnologischen Zentrums ("etz") Nordoberpfalz.

Die Zeit ist reif

Gemeinsam wollen sie die Elektomobilität "nach vorne schieben" - mit der Ausstellung "Elektromobilität verbindet" am 29. Juli, ab 18.30 Uhr. Bereits um 19 Uhr ist im Neuen Rathaus eine Podiumsdiskussion geplant, bei der nach Wegen gesucht wird, wie E-Mobilität in der Region vorangebracht werden kann. Zudem ist eine Vielzahl von Elektrofahrzeugen zu sehen. Dabei spannt sich der Bogen vom Tesla S über den BMW i3 bis zu Renault Zoe, Nissan Leaf, Golf GTE, E-Smart bis hin zu E-Bikes, Pedalecs und Ladesäule.

Einen Monat später, am 29. August, sind von 9 bis 13 Uhr beim Aktionstag "Elektro-Mobilität zum Anfassen" im und vor dem Neuen Rathaus wieder zahlreiche E-Fahrzeuge vor Ort. Die Auswahl bereichert dann auch der Super-Sportwagen BMW i8. Es sollen sogar kurze Testfahrten mit den Modellen möglich sein.

Obwohl mit größerer Speicherkapazitäten auch die Reichweiten der Fahrzeuge deutlich steigen, dümpelt die E-Mobilität in der Region vor sich hin. Nur drei öffentliche Ladestationen gibt es derzeit in Weiden. ETZ-Geschäftsführer Matthias Rösch sieht mit den Netzwerkpartnern großen Handlungsbedarf. Die Zeit, um Strom zu tanken, ist reif. Nicht zuletzt wegen der erst vier Wochen alten Förderrichtlinien, bei denen die Nutzer der E-Mobilität, auch die Kommunen, kräftig unterstützt werden.

Elektromobilität sei ein wichtiges Element für eine klimafreundliche Verkehrs- und damit auch Energiepolitik. Sie biete die Möglichkeit, die Abhängigkeit von erdölbasierten Kraftstoffen zu verringern. Voraussetzung sei dabei natürlich, das die Fahrzeuge mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden. Mittelfristig, so erläuterten die drei Netzwerkpartner, werden Elektrofahrzeuge als "mobile Speicher" einen Beitrag zur Netzstabilität leisten.
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