Folterbericht rüttelt auf

Der Tag der Menschenrechte stand dieses Jahr unter besonderen Vorzeichen. Der amerikanische Senat hatte mit seinem Folterbericht tags zuvor die Steilvorlage gegeben. Nur das Wetter spielte bei der Mahnwache nicht mit.

Weiden. (sbü) Die Menschenrechte sind 66 Jahre alt, aber noch längst nicht überall selbstverständlich. Mit einer Mahnwache am Oberen Tor wiesen zahlreiche Organisatoren am Tag der Menschenrechte auf dieses Unrecht hin. Alle 30 Artikel der am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Deklaration wurden von den Teilnehmern der Mahnwache gemeinsam laut vorgelesen. Von Artikel 1 (alle Menschen sind frei) bis hin zu Artikel 30, der Unantastbarkeit dieser Deklaration, wurden die Passanten an dieses elementare Grundgerüst für das Zusammenleben der Menschheit erinnert.

"Dass das Anliegen aktueller denn je ist, zeigt der amerikanische Senatsbericht über die von der CIA angewandten Foltermethoden", betonten die Veranstalter. LED-Lichter mit den Buchstaben A und I sollten aufzeigen, dass die Organisation Amnesty International den weltweiten Kampf für Menschenrechte ganz besonders symbolisiert. Auch deren Weidener Gruppen waren am Abend bei der Mahnwache dabei. Die Passanten erhielten kleine Steckkalender mit einem Menschenrechts-Text.

Als Sprecher des Aktionsbündnisses "Weiden ist bunt" forderte Veit Wagner in seiner Erklärung mit dem Satz "Jeder kann etwas tun, im Gespräch und in der Tat" die Bürger auf, aktiv zu werden. Vor allem weil in 141 Ländern auf der Erde noch immer gefoltert werde, die Folter aber nicht konsequent verfolgt werde. Deshalb müsse die Anti-Folter-Konvention der UN 30 Jahre nach ihrer Verabschiedung endlich mit Leben erfüllt werden.
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