Forst bei Forster in guter Hand

Die Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd mit Vorsitzenden Bernhard Irlbacher (links) ehrte Georg Forster auch mit einem Holzteller für seine 25-jährige Tätigkeit als Holzwart. FBG-Geschäftsführer Michael Bock (rechts) galt der Dank für seine 10-jährige umsichtige Tätigkeit. Frank Sander referierte zu Forstwirtschaft und Naturschutz. Bild: rdo

Die Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd machte deutlich, dass Holznutzung und Naturschutz keine Gegensätze sind. Vielmehr ergänze sich beides hervorragend. Das zu hören, dürfte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in diesem Jahr besonders freuen.

Nachhaltig schützen und nutzen. Unter diesem Motto rief Staatsminister Helmut Brunner das aktuelle Jahr als Aktionsjahr "Waldnaturschutz 2015" aus. Und tatsächlich: Bei der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Neustadt-Süd würden seit Jahrzehnten nachhaltige und naturnahe Waldwirtschaft praktiziert sowie die Holznutzung und der Naturschutz in Einklang gebracht.

Das betonte Vorsitzender Bernhard Irlbacher, der bei der Hauptversammlung im Postkellersaal auch Frank Sander, Geschäftsführer der Waldbesitzerdienstleistung Hochfranken aus Wunsiedel, begrüßte. Sander erinnerte an das Naturschutzgesetz, das verpflichtende Aufgabe für Staat und Gesellschaft sowie für jeden einzelnen Bürger zum Erhalt der Kulturlandschaft mit ökologischer Vielfalt für künftige Generationen sei. Sicher greife die Forstwirtschaft durch Rodung und Aufforstung in den Naturkreislauf ein. Aber der Bestand sei nachhaltig gesichert.

Waldbesitzer zufrieden

"Auf dem Holzmarkt schlugen sinkende Preise aufgrund des letztjährigen milden Winters durch", erläuterte FBG-Geschäftsführer Michael Bock in seinem Rechenschaftsbericht. Die Rundholzpreise waren aber auf stabilem Niveau. Bedingt durch die Wetterkapriolen mit Winter ohne Frost, trockenes Frühjahr, verregneter Sommer und trockener Herbst stellte sich keine kontinuierliche Rundholzvermarktung ein. Die verarbeitete Holzmenge befand sich wieder auf normalen Stand bei 25 235 Festmeter, nachdem im Jahr 2013 durch Schneebruch und zwei Stürme fast die doppelte Menge angefallen war. Demnach bilanzierte der FBG-Geschäftsführer: Es war ein gutes Jahr für die Waldbesitzer, aber ein schwieriges für die Sägewerke, Forstunternehmer und Fuhrleute.

Irlbacher erinnerte an den zehnten Jahrestag der Forstreform. Durch die Trennung der Staatsforstverwaltung von der operativen Waldbewirtschaftung im Staatswald und der Gründung der Bayerischen Staatsforsten sollte der Privat- und Körperschaftswald gestärkt werden und in die Hauptaufgabe der Staatsforsten gelangen. In Zeiten ohne Kalamitäten und fehlender freiwilliger Bereitschaft, Holz zu ernten, passt sich die FBG als Dienstleister der veränderten Marksituation personell und leistungsorientiert an. Eine Aktualisierung der FBG-Satzung erfolgte.

Ideen für Waldnaturschutz

Die FBG-Mitglieder informierten sich bei Fahrten nach Schönbuch, zur Interforst nach München und am Waldbesitzertag in Freising. Sie beteiligten sich am Jubiläum der Landwirtschaftsschule und der Firma Knorr. Vom Amt für Landwirtschaft dankte Landwirtschaftsoberrat Moritz Neumann für die Zusammenarbeit und lud zur Ideensammlung zum Aktionsjahr "Waldnaturschutz 2015" ein. Stadtrat Josef Gebhardt (SPD) überbrachte die Grüße der Stadt Weiden - auch im Namen des CSU-Stadtrats Alois Lukas. Die FBG nehme die Herausforderung der Umsetzung des Naturschutzes an. Wo Vielfalt herrsche, entstehe Wertvolles.

Zweiter Vorsitzender Reinhard Brunner dankte Mitarbeitern und Vorstand für die Arbeit und erinnerte daran, die Regularien im Sinne des Verbissgutachtens einzuhalten.
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