Frauenbund verkauft ein Haus

Eine deutliche Mehrheit des evangelischen Frauenbundes hat sich bei der Jahreshauptversammlung für einen Verkauf des dreiviertel Teileigentums am Haus in der Luitpoldstraße 7 ausgesprochen.

Seit etwa 100 Jahren ist der evangelische Frauenbund Hauseigentümer. Genau hat er ein dreiviertel Teileigentum an der Luitpoldstraße 7. Doch nicht mehr lange. Die Frauen haben mehrheitlich einen Verkauf beschlossen.

Der Punkt "Hausverkauf" stand bereits bei der letzten Jahreshauptversammlung des evangelischen Frauenbundes auf der Tagesordnung. Damals wurde das Ergebnis angezweifelt. Darum war der Verkauf des dreiviertel Teileigentums am Haus in der Luitpoldstraße 7 erneut Hauptthema bei der jetzigen Jahreshauptversammlung im Haus der evangelischen Gemeinde.

Die Wohnungen sind an sozial schwächere Personenkreise vermietet, berichtete Vorsitzende Christl Bock. Die inzwischen verstorbene Ehrenvorsitzende Anneliese Peter-Koester habe sich rührend um das Haus gekümmert und die Finanzierung des kaputten Daches übernommen, das Haus auch aufgestockt. Bis 1988 hatte sie die Hausverwaltung inne.

In der Diskussion wurde einerseits erklärt, der Bau der Stadtgalerie wirke sich positiv auf die Lage aus. Andererseits ziehe der Bau eines Parkhauses an der Wolframstraße negative Folgen nach sich. Der Landesverband Bayern sprach sich gegen einen Verkauf aus und erinnerte an die soziale Verantwortung im Falle einer Veräußerung des Hauses. Nur im Falle einer Ortsverbandsauflösung ginge das Vermögen in Kirchenbesitz über. Der Sohn der Ehrenvorsitzenden bat, die letztjährige Entscheidung, die bereits für einen Verkauf gefallen war, zu überdenken.

Die Mehrheit der Frauen entschied anders. Für den Verkauf des dreiviertel Teileigentumes am Haus Luitpoldstraße 7 stimmten 32 Mitglieder. 10 waren dagegen und 2 Frauen enthielten sich der Stimme. Ein konkreter Zeitpunkt steht noch nicht fest. Es reifen aber erste Überlegungen, Gutes mit dem Verkaufserlös zu schaffen.

Im Jahresrückblick nannte Schriftführerin Ursula Sonna als Veranstaltungen unter anderem die Information der Polizei zur Verhinderung von Einbrüchen und einen Vortrag zum chinesischen Fasching in Dietfurt. Zu Augenkrankheiten referierte Dr. Erben. Zusätzlich zur Mitgliederwerbeaktion an der Goldenen Konfirmation, die nicht den gewünschten Erfolg brachte, sollen neue Mitglieder angeworben werden.

Kreis der Kandidatinnen

Aus dem Kreise des Vorstandes bestimmt der evangelische Frauenbund satzungsgemäß die neue Vorsitzende bei der nächsten Vorstandssitzung. Das Gremium besteht aus Erika Bäumler, Christl Bock, Gisela Ermer, Sieglinde Flittner, Doris Köllner, Siegrun Scherer, Ursula Sonna und Waltraud Zille.

Neumitglieder sind zu den Versammlungen am 1. Montag im Monat im Gastzimmer des Evangelischen Vereinshauses willkommen. Wegen des Ostermontags ausnahmsweise erst am 13. April. Als weiterer Termin ist am 15. April eine Halbtagesfahrt nach Kloster Speinshart mit Besichtigung und Einkehr geplant, Abfahrt 13.45 Uhr.
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