Freundschaft fördern

Der Vorgänger und der Nachfolger verstehen sich offenbar bestens: Martin Stangl (links) übergab das Amt des Rotary-Präsidenten an Alois Kaufmann. Dieser will verstärkt Service-Projekte für die Region anstoßen und die Freundschaft im Club fördern. Bild: Dobmeier

"Gemeinsam mit Behinderten". Unter dieses Motto stellte Martin Stangl sein Präsidentschaftsjahr beim Rotary Club Weiden. Nun übergab er sein Amt an Alois Kaufmann. Und auch er kündigt ein Leitmotiv an.

"Heute ist es Zeit, Dank zu sagen", verkündete Buchhändler Stangl. Bei einem Dinner am Mittwochabend im Hotel Admira lobte der scheidende RC-Präsident seine gesamte Mannschaft für die Unterstützung. Zuvorderst Sekretär Wolfgang Holz, Pastpräsident Dr. Gerd Galle und Clubmeister Wolfgang Wies. Ludwig Zitzmann galt der Dank für die Kassenführung, Vanessa Kick für das Sekretariat und dem Inner-Wheel-Club Weiden mit Vorsitzender Lilo Fischer für die Zusammenarbeit. Die Aufnahme von Frauen in den Club hatte Stangl ein heikles und umstrittenes Thema genannt. Obwohl ein klares Votum bestehe, gebe es gegenteilige Tendenzen. Aber: "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben."

Dann die Präsidentenübergabe: Stangl diente "einen aktiven Club, der auf Handzeichen horcht", seinem Nachfolger Alois Kaufmann an. Dieser erläuterte in seiner Antrittsrede, er wolle "Zusammenhalt und Freundschaft fördern". Die Ideen reichen von einer Golfreise nach Kitzbühel über Rad- und Wandertouren bis hin zu einem "Wine-Tasting", das Kaufmann als Geschäftsführer von Nachtmann Bleikristall mit der Riedl-Zentrale organisieren will. Die zukünftigen Meetings finden im Hotel Admira statt.

Für "barrierefreies Bayern"

In einem Rückblick hatte Stangl an die Bemühungen erinnert, Behinderte in die Normalität zu holen. Rotary hatte beispielsweise sechs Rollstühle für den ARV und das HPZ angeschafft. Weitere Aktionen erreichten rund 1000 Schüler. Sie erfuhren, welche Schwierigkeiten Menschen mit Handicap haben. Stangl blickte zudem auf eine Ausstellung mit Behinderten in der Max-Reger-Halle zurück. Zusammen mit anderen Service-Clubs habe der RC das Lebenswerk der Familie Hess (AK Asyl) gewürdigt, mit der Volksbank sei der Erhalt der Strieglgruft gesichert worden. Ausflüge führten unter anderem nach Augsburg und Stockholm. Staatsministerin Emilia Müller erläuterte den Rotariern das Projekt "Barrierefreies Bayern". Finanzielle Unterstützung erhielt die Junge Orchesterakademie. Fast 7000 Euro gingen an die Erdbebenopfer in Nepal.

Eine Gedenkminute galt dem kürzlich verstorbenen rotarischen Freund Georg Donhauser. Die Nachwuchsorganisation Rotaract Weiden stellten Präsidentin Theresa Stangl und ihr Nachfolger Severin Hirmer vor. Der Club wird mit einem Stand beim Bürgerfest (bei Wöhrl) präsent sein.
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