Fuchs freut sich über alte Hasen

Vorne sitzen die "ganz alten Hasen", die vier Ehrenmitglieder der "Nordoberpfälzer Musikfreunde": Josef Luber, Franz Strigl, Josef Eckert und Alois Lippert (von links). Hinten rechts ein "Fuchs": Horst Fuchs, der Vorsitzende des Vereins, der im "Strehl" seinen Spaß am Musikantentreffen hatte. Bild: hcz

Sie kamen bis aus Hof, Tirschenreuth und Oberviechtach - Künstler auch von weiter her fanden sich ein zum österlichen Musikantentreffen in der Waldgaststätte "Strehl". Aber auch die Gäste waren so zahlreich gekommen, dass der Saal und auch die angrenzende Wirtsstube aus allen Nähten platzten.

Der Vorsitzende der "Nordoberpfälzer Musikfreunde", Horst Fuchs, hatte dazu das Motto "Die alten Hasen spielen auf" ausgegeben. Dem folgten tatsächlich viele "alte Hasen", aber auch junge, die wie alte aufspielten. Von der Jüngsten, der 13-jährigen Julia Thanner aus Irchenrieth, bis zum Ältesten, dem 88-jährigen Alois Lippert aus Tirschenreuth, bewiesen alle Künstler, dass sie die Volksmusik lieben und ihr Instrument meisterlich beherrschen.

Claudia Wittl aus Hohenburg glänzte bei ihrem Debüt in den Reihen der "Nordoberpfälzer" genauso wie Christian Steger (Oberviechtach) mit seinem Akkordeon. Lange hatte sich Steger - seit 15 Jahren Mitglied - nicht mehr bei den Treffen sehen lassen und wurde deshalb besonders enthusiastisch begrüßt. Er bedankte sich mit "Moiderl, leg' di nieder" und "Der alte Jäger". Marina Völkl (Waldkirch, E-Bass) und Wolfgang Plödt (Störnstein, Akkordeon), bekannt als "Schellenberg-Duo", begeisterten mit "Erinnerungen" und "Die Sterne am Himmel". Prächtig harmonierten Manfred Döllinger (Neunkirchen, Akkordeon) und Schlagzeug-Legende Rudi Hesl (Irchenrieth) miteinander. Sie unterhielten die 150 Gäste mit gefälligen Schlager-Weisen wie "Es gibt Millionen von Sternen" oder "Rot, rot sind die Rosen". Hans Eismann (Weiden), Thomas Fritsch (Pirk), David Hoffmann (Immenreuth), Alfred Degenkolb (Hof), die "Seebauer- Moidln" Mariele Kett und Marga Roßmann sowie Josef Eckert und seine Gattin Uschi boten noch eine ganze Reihe weiterer musikalischer Höhepunkte.

Schriftführerin Cordula Hoffmann und stellvertretende Vorsitzende Anita Holub hatten den Saal österlich dekoriert. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler stimmte mit mehreren Gedichten, Schwänken und Anekdoten auf die Frühlingszeit ein. Er behandelte die Weidener Wirtshäuser, die schöne Oberpfälzer Sprache mit ihren "ouh"- und "äih"-Lauten, "Gschicht'n aus'm Leb'm" und berichtete von der "schönen Rentnerzeit", wenn es vonseiten der Frau her immer heiße "Kannt'st mer net? Tat'st mer net? Micherst mer net?". Beim nächsten Musikantentreffen, das Fuchs für Freitag, 24. April, ankündigte, geht es um die Natur im Frühling: "Alles schlagt aas".
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