Führungen rund um Blockhütte verdeutlichen Bedeutung des Waldes
Grünes Gold

Der Wald steht nicht still: Durch natürliche Verjüngung hin zu ökologisch wertvollem Mischwald wachsen etwa rund um die Blockhütte immer mehr Buchen. Diese und weitere Details erläuterte Förster Andreas Hemer (Vierter von rechts) den Gästen beim Waldaktionstag. Bild: Dobmeier
Schön ist er ja sowieso, der Wald. Aber eben auch überlebenswichtig für uns Menschen. Das - und vieles mehr - erfuhren die zahlreichen Besucher der Führungen durch das Holz rund um die Blockhütte, die Experten anlässlich des Aktionsjahres Waldnaturschutz angeboten hatten.

Andrea Sauer, Andreas Hermer, Moritz Neumann und Sebastian Höllerer vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten sowie Stadtförster Wolfgang Winter informierten dabei über die ökologische und zugleich ökonomische Nutzung des Waldes. Die Ansprüche der Menschen an den Wald hätten sich im Laufe der Jahre geändert, hörten die Besucher. Anders als früher sei inzwischen eine naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung dieses Ökosystems das Ziel.

Kein Leben ohne Totholz

Anschaulich erklärte Förster Hermer die große Bedeutung des Waldes als Lebensraum und Wohnstätte für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Er zeigte, dass Totholz eine wichtige Bedeutung für Fauna und Flora hat: Es dient als Höhle oder Horst für baumbrütende Vogelarten, Fledermäuse und Insekte. Brutstätte für den Borkenkäfer könne es dagegen nicht werden. Denn Totholz ist abgetrocknetes Holz, bei dem die Wachsschicht zwischen Holz und Rinde - und damit die Nahrung des Borkenkäferlarven - nicht mehr intakt ist.

Daneben zeigte er den Umbau von Monokulturen in Mischwälder, durch naturnahe Verjüngung. Mit Folgen: Den Wald, den wir heute rund um die Blockhütte kennen, werden die nächsten Generationen mit größeren Buchenbeständen erleben. Gerade unsere Region sei die Heimat der Buche, erläuterte der Experte weiter.

Am besten vertrage aber die Eiche den Klimawandel. Hermer berichtete, dass er noch keine Eiche gesehen habe, die unter dem trockenen und heißen Sommer litt, dagegen seien manche Birken bereits entlaubt. Nach der Führung konnten sich die Besucher vom Förderverein Pfadfinder und Haus mit Kaffee und Kuchen, Getränken oder Spezialitäten vom Grill an der Blockhütte stärken.
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