Für 15 Jahre gut aufstellen

Geschäftsführer des Stadtjugendrings ist Ewald Zenger (mit Mikrofon). Neben ihm sitzt Vorsitzender Tobias Reichelt. Er ruft seine 30 Jugendverbände zur Unterstützung der Asylbewerber in Weiden auf. Bild: fz

Der Stadtjugendring ist eine Arbeitsgemeinschaft von 30 Jugendverbänden. Er ist keine Einrichtung der Stadt Weiden. Aber es gibt eine gemeinsame Basis. Das ist der Grundlagenvertrag. Dieser soll nun auf neue Beine gestellt werden.

Ein Infostand in der Fußgängerzone hat dem Stadtjugendring wichtige Erkenntnisse verschafft. Zwar ist die Einrichtung durchaus bekannt, bei der Beschreibung der Aufgaben aber hakt es schon. Zudem herrscht die Meinung vor, der Jugendring sei eine Abteilung der Stadt.

Bei der Herbstvollversammlung im Jugendzentrum forderte Vorsitzender Tobias Reichelt denn auch Aktionen, um mehr als freier Träger wahrgenommen zu werden. Als besonders positiv stellte der Vorsitzende die Aussage der Bürger heraus, dass in der Jugendarbeit nicht gespart werden soll. 99,9 Prozent fordern dies. Sparen wird der SJR aber in den eigenen "vier Wänden". Fakt ist, dass die Ausgaben heuer um 46 000 Euro und im Jahr 2015 um 27 000 Euro verringert werden.

Die Aufgaben des SJR als Vertreter der Interessen der Kinder und Jugendlichen sind im Grundlagenvertrag enthalten. Der Umfang hat sich aber in den letzten Jahren stark verändert oder auch ausgeweitet, darum ist man dabei, mit der Stadt einen neuen Vertrag auszuarbeiten, Reichelt betont: "in vertrauensvoller Zusammenarbeit." SPD-Fraktionschef Roland Richter sagte, man wolle den SJR für die nächsten 15 Jahre gut aufstellen. Der Beitrag in der Jugendarbeit der Stadt sei enorm, deshalb werde man auch die Förderung von 33 000 Euro im Jahr nicht zurückfahren. Jugendamtsleiterin Bärbel Otto unterstrich, dass der SJR viel mehr an Jugendarbeit vollbringe als es der derzeitige Grundlagenvertrag vorsieht. Eine gewaltige Leistung des SJR sei, 10 000 Euro Spenden für das Kinderbürgerfest zu sammeln.

Recht schnell und problemlos brachte Stadtjugendpfleger Ewald Zenger den Haushalt 2015 durch. Dieser schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 353 450 Euro. Darin enthalten sind alleine 230 000 Euro Personalkosten. Für die Kinder- und Jugendarbeit, für Ferienaktionen, "Weiden ist bunt" oder die Aktion "Need no Speed" hat man 34 500 Euro Ausgaben und 12 700 Euro Einnahmen vorgesehen. Das Jugendzentrum steht mit 15 000 Euro Einnahmen und 40 150 Euro Ausgaben zu Buche. 18 000 Euro hat man Rücklagen. Diana Wittmer-Brunner wurde als neue Kassenrevisorin gewählt.
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