Für die Fans "voll auf die Fresse"

Chris Laut und seine Band "Ohrenfeindt" rocken seit 20 Jahren die Bühnen. Bei ihrer Jubiläumstour machen sie auch in Rothenstadt Halt. Am 11. April spielen sie im "Salute". Bild: lst

Der Vorverkauf läuft auf Hochtouren. Denn am 11. April kommt die Hamburger St. Pauli-Kultformation "Ohrenfeindt" in den Rothenstädter Rockmusikclub "Salute". Warum das ein ganz besonderer Auftritt wird, erklärt Bandleader Chris Laut.

Ab 21 Uhr stehen die Vollblutrocker von "Ohrenfeindt" um Leader Chris Laut zu ihrem 20. Geburtstag am 11. April auf der Bühne im "Salute". Dabei schenken sie sich nix - dafür aber ihren Fans: die "Voll auf die Fresse"-Tour, die unter dem Motto "Roggenrohl-Mitbestimmung" steht. Aus einer Liste von 55 Songs bestimmten die nämlich per Umfrage 20 Songs, die sie auf der Tour im März/April 2015 teils akustisch, teils volle Pulle rocken werden.

20 Jahre "Ohrenfeindt": Was bedeutet das für dich, Chris?

Chris Laut: Als wir diese Geschichte 1994 angefangen haben, hat wohl niemand daran gedacht, wohin und vor allem wie lang diese Reise gehen würde. Wir haben alles in einen Topf geworfen, was wir damals gut gefunden haben, kräftig umgerührt, 'nen Bandnamen gesucht und einfach gemacht. Wir hatten keine Ahnung von dem Geschäft. Die Band war erstmal nur ein Hobby. Dass das irgendwann diese Dimension annimmt, zeichnete sich erst Jahre später ab. Heute ist es ein Traum - ein Traum, von dem zu leben, was wir lieben, dazu unsere Crew mit auf die Reise zu nehmen und dabei noch hier und da etwas Gutes tun zu können.

Was heißt "Gutes tun"?

Christ Laut: Wir sammeln seit Jahren bei unseren Shows für "Viva con Agua" und das Kinderhospiz Sternenbrücke. "Viva con Agua" versorgt Menschen, die sonst nur sehr eingeschränkt an Wasser kommen, mit Brunnen. Die Sternenbrücke hilft Kindern, die nicht mehr lange zu leben haben, und ihren Familien auf dem letzten Wegen.

Unsere Fans spenden übrigens für beides immer sehr großzügig - dafür möchten wir uns an dieser Stelle mal ganz laut bedanken: Leute, ihr rockt!

Wie seid ihr eigentlich auf den Bandnamen gekommen?

Chris Laut: Wie jede Band haben wir am Anfang endlose Listen mit möglichen Namen geschrieben - und keinen davon gut gefunden. Bis wir eines der frühen Hörspiele von Helge Schneider gehört haben, der sich unter eben diesem Namen als Komponist bei einem Musikverlag vorstellt.

Habt ihr euch etwas Besonderes für euer Jubiläum ausgedacht?

Chris Laut: Viele Bands machen zu ihrem Jubiläum ja ein Best-of-Album. Wir denken aber, unsere Fans haben unsere Alben sowieso im Regal. Deshalb spielen wir im März/April eine Tour, bei der wir die Fans mitbestimmen lassen: Wir machten eine Web-Umfrage und dabei wählten die Fans aus unseren fünf Studioalben die Songs aus, die wir spielen sollen. Die Umfrage lief über unsere Website und eine Facebook-Gruppe, die wir extra dafür eingerichtet hatten. Sie endete am 19. Februar und es zeichneten sich ein paar Überraschungen ab.

Welche Überraschungen?

Chris Laut: Songs, die für uns eigentlich gesetzt waren, sind nicht dabei. Andere, die wir gar nicht auf dem Zettel hatten, wohl. Nichtsdestotrotz suchen wir uns den Nachtisch aber selber aus. Das heißt: Wir bestimmen die Zugaben - und auf das Ganze freuen wir uns auch schon ziemlich derbe, und zwar so sehr, dass wir schon überlegen, ob wir das im Herbst nochmal so machen.

20 Jahre sind eine lange Zeit. Wie lange wollt ihr das noch machen?

Chris Laut: Das hängt von drei Dingen ab: Erstens, wie lange wir das körperlich können. Zweitens, wie lange es uns Spaß macht. Und drittens, wie lange uns die Fans noch hören und sehen wollen. Sobald eins davon nicht mehr passt, hören wir auf. Das wird aber hoffentlich mindestens nochmal 20 Jahre dauern.

Übrigens: Karten für das "Ohrenfeindt"-Konzert am 11. April im "Salute" gibt es im Vorverkauf zum Preis von 19 Euro unter anderem im Internet unter www.nt-ticket.de. Sollte es am Tag des Auftritts noch Tickets geben, kosten sie an der Abendkasse 22 Euro.
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