Für FDP an Einfluss gewonnen

Die Mitglieder des FDP-Kreisvorstandes lächeln: Für die FDP zog Reinhold Wildenauer (Zweiter von links) in den Stadtrat ein. Dort schloss er sich der Bürgerliste an, um Bürgeranliegen besser vertreten zu können. Bild: Kunz

Als Liberaler war er es gewohnt, den Einzelkämpfer zu geben. Doch nun fühlt sich FPD-Stadtrat Reinhold Wildenauer in der Riege der Bürgerliste wohl. Bei der Jahreshauptversammlung der Weidener FDP wies er aber vor allem auf die Sparzwänge hin, mit denen sich alle Stadträte und Bürger auseinandersetzen müssen.

Die Kommunalpolitik in Weiden leide, betonte Wildenauer. Er erinnerte an die zwingend vorgegebenen Einsparungen, aber auch an den Bericht der Kommunalen Prüfungsverbandes. Bei der Jahreshauptversammlung der FDP bedauerte er, dass dieser absolute Sparzwang Unruhe in die Bürgerschaft bringe. Das städtische Personal sei in vielen Ämtern verunsichert und besorgt. Es müssten zeitnah wichtige Fragen im Zusammenhang mit Stadtgalerie ebenso wie zur Verkehrslenkung in der Innenstadt, zur Verlängerung der Südost-Tangente, zu Parksuch- oder auch zur Radverkehr beantwortet werden.

Unklar sei die Sanierung städtischer Gebäude, insbesondere der Schulen, ebenso wie die sich andeutenden Schulschließungen, die Zukunft der Max-Reger-Halle und weiterer kultureller Einrichtungen wie Musikschule, Maria-Seltmann-Haus, Regionalbibliothek und Keramikmuseum. Schmerzhaft nannte er die Kürzungen bzw. Absage der Max-Reger-Tage, der Literaturtage, der Bayerisch-Böhmischen Kultur- und Wirtschaftstage, bei der Sportförderung, bei Schülercafé und beim Stadtjugendring.

Wildenauer, der sich dennoch optimistisch gab, hob die positive Entwicklung bei der Gewerbe- und der Einkommensteuer hervor. Bei der Stadtgalerie liefen wichtige Verhandlungen. "Wir sollten zuversichtlich sein. Aber unser neuer Einkaufsmagnet muss unsere bisherigen Handelsgeschäfte in der Innenstadt stärken." Dazu sei auch angedacht, dass sich die Manager der Stadtgalerie beim Stadtmarketingverein "Pro Weiden" einbringen. "Ich hoffe natürlich, dass der Architektenwettbewerb die örtlichen Verhältnisse berücksichtigt und die Galerie als interessantes Glied ins innerstädtische Gesamtkonzept integriert wird."

"Durch meinen Entschluss, mich der Fraktion der Bürgerliste anzuschließen, ist es jetzt möglich, mit diesen insgesamt sieben Sitzen im Stadtrat, wesentlich stärker und nachhaltiger zu arbeiten, mehrere Ausschüsse doppelt zu besetzen und auch bei Entscheidungen im Gremium stärkeren Einfluss zu nehmen", erklärte Wildenauer. Nun sei er in wichtigen Ausschüssen vertreten.
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