Für Naturfreunde entflammt

Herbert Reil (vorne, mit Urkunde) zeigt"s mit Stolz: Für seine großen Verdienste erhielt er das Georg-Schmiedl-Abzeichen - eine seltene Auszeichnung, die noch nie zuvor ein Weidener erhalten hatte. Bild: Dobmeier

Im vergangenen Jahr standen die Naturfreunde am Scheideweg. Ein neuer Vorsitzender gab die Richtung vor: aufwärts.

Nach dem Tod von Vorsitzendem Friedrich Lang war es lange nicht klar gewesen, wie es mit den Naturfreunden Weiden weitergehen würde. Anfang 2014 übernahm Christian Weidner die Führung. Und es gesellten sich 29 Mitglieder - darunter türkische Familien - zur Gemeinschaft. Daraus entstand auch die Tanzgruppe "Fire of Hearts", die auf Vermittlung von "Vize" Herbert Schmid unter anderem vor Konsulatsvertretern in Prag auftraten.

Der Verein zähle jetzt 65 Mitglieder - Tendenz steigend, bilanzierte Weidner bei der Jahreshauptversammlung im DJK-Sportbistro. Als Höhepunkte des vergangenen Jahres nannte er das Familienfest und die Fahrt zur Landesgartenschau nach Deggendorf. Die neue Satzung habe die Weichen für die Zukunft gestellt.

720 Arbeitsstunden

Etwa ein Drittel des Vereinsvermögens war in Renovierungen des in die Jahre gekommenen Wanderheims in Trauschendorf geflossen, wie Hauswart Günther Grabs berichtete. 17 Mitglieder hatten 720 Arbeitsstunden geleistet. Es lägen zahlreiche Buchungen im Selbstversorger-Haus vor. Jugendwart Ralf Moser und Herbert Schmid blickten auf Biotopfreilegungen und die Neugestaltung des Außenbereiches mit Terrasse und einer Feuerstelle im Zuge des Projekts "Toleranz fördern, Kompetenz stärken" mit dem Heilpädagogischen Zentrum und Schülern der Pestalozzi-Schule zurück. Von zahlreichen Fotoabenden und themenorientierten Workshops berichtete Sebastian Flaschel als Leiter der Fotogruppe. Die Gruppe unterstützt auch die Ausstellung "Zeige jetzt dein Gesicht", die im Foyer des Neuen Rathauses derzeit zu sehen ist.

Als "Kleinod abseits der Welt" bezeichnete Oberbürgermeister Kurt Seggewiß das Wanderheim in Trauschendorf. Es bedürfe großer Anstrengungen, die Liegenschaft zu erhalten, doch dank der Verjüngung pulsiere das Leben wieder im Verein. Stellvertretender Heimatringvorsitzender Norbert Uschald erkannte im Mitgliederzuwachs und den jungen Tänzerinnen einen hoffnungsvolle Zukunft für die Naturfreunde.

Herbert Reil ausgezeichnet

Vize-Bezirksvorsitzender Dr. Klaus-Dieter Groß und Christian Weidner nahmen die Ehrung von Herbert Reil mit dem "Georg-Schmiedl-Abzeichen" vor. Die seltene Auszeichnung stehe sinnbildlich für die Belange der Naturfreunde. Benannt ist sie nach dem Gründer der Naturfreundebewegung, Schullehrer Georg Schmiedl aus Wien. Reil war eines der Mitglieder, die den Ortsverein 1947 im Café Lobinger wiedergegründet hatten. Er rief in den 50er Jahren die Naturkundegruppe ins Leben und unternahm in den 70er Jahren vogelkundliche Wanderungen. Von 1971 bis 1980 war er zweiter Vorsitzender. Nach dem Tod von Fritz Lang 1981 übernahm er den Vorsitz bis 1991. Der Bau und die Einweihung des Wanderheims 1985 fielen in seine Ära.
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