Für Schulden auch noch belohnt?
Briefe an die Redaktion

Zu den Artikeln "Mehr Geld für die Kultur" (30. Januar) und "Von 0 auf 200" (29. Januar).

Auch auf die Gefahr hin, als Neidhammel zu erscheinen, möchte ich feststellen, dass mir jegliches Verständnis dafür fehlt, dass eine defizitäre Einrichtung wie die Volkshochschule Weiden vom Landkreis einen höheren Zuschuss erhält als die beiden Volkshochschulen Eschenbach/westlicher Landkreis Neustadt e.V. und Vohenstrauß, die zum Landkreis gehören und ein für den Landkreis konzipiertes Programm anbieten.

Der Verdacht entsteht, dass, wer Schulden macht, dafür noch belohnt wird. Trotz der "bescheidenen" räumlichen Situation in den Räumen des ehemaligen Landratsamtes in Eschenbach schafft es unsere Volkshochschule Semester für Semester ein hochwertiges, interessantes und umfangreiches Programm anzubieten, das von der Bevölkerung vor Ort sehr gut angenommen wird - und das, ohne Schulden zu machen.

Wer sich einmal die Mühe macht, im Programm der VHS Weiden nachzuschauen, wird erkennen, dass in den Orten der Landkreismitte und des Landkreisnordens so gut wie keine Kurse angeboten werden. Wofür also zahlt der Landkreis? Natürlich besuchen Teilnehmer aus dem Landkreis die Kurse der VHS Weiden, umgekehrt jedoch besuchen auch Teilnehmer aus der Stadt Weiden und der Landkreismitte Kurse, die von den Landkreisvolkshochschulen angeboten werden.

Auf völliges Unverständnis stößt bei mir die Forderung des ehrenamtlichen Aufsichtsrates der VHS Weiden, ein Sitzungsgeld von 200 Euro pro Person und Sitzung einzufordern. Wenn es nicht so unverschämt wäre, müsste man über dieses absurde Ansinnen lachen.

Mir geht es nicht darum, die Schulden der VHS Weiden durch geringerer Zuschüsse des Landkreises zu vergrößern, sondern ich fordere eine gerechtere Verteilung der Zuschüsse. Es kann nicht sein, dass die kleineren, gut funktionierenden VHS im Landkreis zugunsten der größeren Volkshochschule benachteiligt werden.

Thomas Frankenberger1. Vorsitzender der Volkshochschule Eschenbach/westlicher Landkreis Neustadt e.V.

Warum so umständlich?

Zur den Berichten über den Testlauf zur neuen Fußgängerzone:

Meiner Meinung nach wäre eine Fußgängerunterführung das Einfachste. Die Fahrbahn könnte für Autos erhalten bleiben, für Busse, die vom ZOB auf die Allee fahren, sowie für den Realverkehr. Einen Stau haben wir schon jeden Morgen auf der Süd-Ost-Tangente. Durch die Sperrung würde noch mehr Verkehr auf die Tangente abgeleitet werden. Zumindest müsste die Süd-Ost-Tangente verlängert werden Richtung Fischerberg, damit der Verkehr nicht durch das Zentrum geleitet werden müsste.

Fahrschule Klaus LangWeiherhammer

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