Fürstliches Fest "In der Weyden"

"Jetzt Schlaraffen, wetzt die Waffen": Die Sippenfürsten und Ritter zogen unter Säbelrasseln feierlich in den Saal.

Über zehn Jahrungen sind seit der Gründung des Reyches "In der Weiden" vergangen. Deshalb setzte sich der Altschlaraffenrat aus Dortmund in Bewegung, um die Weidener Ritter und Junker zu ehren.

Weiden/Uhu-Versum. (rdo) Der Allschlaraffenrat kam mit "Opulentum" (Michael Hegedorn) als obersten Herrscher des Schlaraffenlandes, um den "AHA-Orden" an die 26 Ritter, zwei Junker und sechs Sassen (Mitglieder) am Thron derer zu Weyden zu verleihen. Die Sprengelfürsten zogen unter Säbelgerassel und Fanfarenklang in den Saal ein zur Übergabe das Zepters und des Reichsapfels. Ritter "XXL" (Henry Senger), der Herrscher aus dem Reych "In der Weyden", weihte den profanen Saal im Haus der evangelischen Gemeinde für diesen Zweck zur "Nordgauburg". Mit dabei: der Uhu als große Symbolfigur.

Mozart-Klänge, "Lulu"-Rufe

Der Hofnarr begrüßte den obersten Allschlaraffenrat sowie Fürsten und Ritter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Sassen aus 45 Reychen und schmeichelte den liebreizenden Burgfrauen. Der Mundschenk reichte Trank von Rot- und Weißwein in einem überdimensionalen Römer für alle Ritter. Mozart-Musik vom Schlaraffia-Ensemble, gemeinsam gesungene Schlaraffia-Lieder und Wortbeiträge wurden unter kräftigen "Lulu"-Rufen gefeiert.

Seit über zehn Jahren haben die Weidener Sassen (Mitglieder) gezeigt, dass das 421. Reich (Regensburg war das erste in Deutschland mit Nummer 12) des großen Weltbundes gemäß den Grundsätzen und Richtlinien des Schlaraffentums in wirklich inniger Gemeinschaft miteinander "sippt" und sich mit Freude der Pflege der Kunst und des Humors hingibt - gemäß den Zielen des Vereins. Ritterlichkeit ist die erste Tugend in diesem Zusammenschluss.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß freute sich, dass wackere Rittersleute, Knappen und Burgfrauen aus nah und fern auf ihrem Ritt nach Weiden kamen und überbrachte die Grüße der Stadt. Der Uhu, aber auch Durst, Humor und Freundschaft tragen die Gemeinschaft, zu der auch Duelle gehören. Unter den Schwingen des Uhus und in Gedenken an die "Allmutter Praga" und an das Mutterreych "Am Eysenhammer" Amberg solle die Tochter in Weiden blühen und gedeihen zum Wohle der Sassen und zu Freude und zum Stolz Allschlaraffias, wünschte Ritter Sir Net aus der Nachbarstadt. Bei Musik mit Alphornbläsern, Xylophon und klassischen Darbietungen ging die Zeremonie bis dass der Tag fast graute.

Eine Stadtführung am Freitag und ein Empfang durch OB Kurt Seggewiß im Neuen Rathaus rundeten das Programm ab.
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