Fusion nicht ausgeschlossen

Treue Mitglieder der Genossenschaft und Mitarbeiter der Bäko wurden von Geschäftsführer Walter Beer (vorne Mitte) mit Blumen und Urkunden geehrt. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Josef Arnold (stehend, rechts) gratulierte den Jubilaren. Bild: R. Kreuzer

Ob die Fusion in drei Jahren erfolgt, darüber werden die Mitglieder entscheiden. Seit kurzem läuft zunächst einmal die Kooperation auf Probe: zwischen der Bäko Oberpfalz und der Bäko Franken. Deshalb heißt es nun, umdenken, kündigte Aufsichtsratsvorsitzender Josef Arnold an.

Weiden. (kzr) Die bisherigen Erfahrungen seien sehr positiv, berichtete er in der Generalversammlung im Schützenhaus. "Die Bäko Franken ist viermal so groß wie wir. Die Kooperation beim Einkauf funktioniert hervorragend. Die Kosten wurden gesenkt." In gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand sei die Zukunftsplanung abgestimmt worden. Die Mitglieder werden in den nächsten Monaten zu einer Versammlung eingeladen, in der die wichtigsten Zukunftsthemen besprochen werden. Sie entscheiden letztlich auch über die Frage der geplanten Fusion.

Geschäftsführer Walter Beer hatte eingangs darauf hingewiesen, dass durch die Verschmelzung zweier weiterer Bäcker- und Konditorengenossenschaften (Bäko) die Zahl der Regionalgenossenschaften im Warengeschäft deutschlandweit auf 30 gesunken sei. Die Preisentwicklungen in den einzelnen Bäkos sind regional unterschiedlich, sagte Beer. Er bezifferte den Umsatz der eigenen Genossenschaft auf 24,4 Millionen Euro. Die Investitionen von 181 000 Euro flossen hauptsächlich in den Kauf von drei Lastwagen, die Umrüstung der EDV und in die neue Telefonanlage. "Im Hinblick auf die Umsatzentwicklung im Bäcker- und Konditorenhandwerk wird die Geschäftsentwicklung als positiv beurteilt." Bedauerlich sei der Rückgang der Mitgliederzahlen. Dennoch stehe der Weidener Betrieb mit einen Eigenkapitaleinsatz von 40 Prozent sehr gut da. Der Bilanzgewinn beträgt laut Beer 127 989 Euro. Die Dividende von vier Prozent wird auf die Geschäftsanteile umgelegt, der Betrag ist mit 23 400 Euro ausgewiesen. Der Restbetrag fließt in Rücklagen.

Qualität kommt vor Preis

In seinem Grußwort sagte Georg Popp von der Bäko-Zentrale, dass laut Marktdaten vor 20 Jahren die Kunden vorrangig preisorientiert waren. "Heute ist es umgekehrt. Die Qualität steht wieder im Vordergrund." Volksbankchef Gerhard Ludwig gratulierte den Mitgliedern der Bäko: "Das Bäckerhandwerk ist spitze, die Qualität ist hoch und die Bilanz mit 40 Prozent Eigenkapital sehr gut."

Die Amtszeit lief laut Satzung für die Aufsichtsräte Gerhard Brunner, Christian Glaab, Robert Pollinger und Wolfgang Schmid ab. Die Wiederwahl war zulässig. Lediglich Christian Glaab stellte sich nicht mehr zur Verfügung, weil er das Amt des Kreishandwerksmeisters in Schwandorf angenommen hat. Sein Posten wurde nicht neu besetzt. Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung: 25 Jahre bei der Bäko sind Georg Hägler (Weiden), Otto Pinter, (Vohenstrauß), Gregor Heitzer, (Schlammersdorf), Elmar Bayer (Kemnath), Robert Hauer (Püchersreuth) und Albert Kraus (Trausnitz). Beim Personal feierte Andrea Vitzthum 30-Jähriges, Jens Matthes ist seit 25 Jahren Frischdienstleiter, seit 20 Jahren sind Jürgen Beimler und Tanja Völkl im Unternehmen.
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