Gäste mit Bewerbungsschreiben

Einen Einblick in die einzigartige Ausbildung bei der Kirchlichen Fachakademie für Sozialpädagogik gaben die Lehrkräfte beim Tag der offenen Tür. Bild: zpe

Das gibt's nur hier an der Fachakademie in Weiden: Praktika in Kindergärten in Tschechien, Einblicke in die Erzieherinnen-Tätigkeit in Frankreich oder in die Montessori-Pädagogik. Zudem ist der Weg zum Fachabitur möglich.

Die Ausbildung bei Fachakademieleiter Karlheinz Binner ist begehrt. Den Tag der offenen Tür nutzten viele junge Besucher, um ihm gleich mal die Bewerbungsunterlagen zu überreichen. Diejenigen, die bereits an der Kirchlichen Fachakademie für Sozialpädagogik studieren, überraschten mit einem vierstündigen Feuerwerk an Musik, Theater, Film und Kunst. Mit den Lehrkräften gaben sie auch einen Einblick in die Vielfältigkeit und Faszination ihres Berufes.

Einzigartige Ausbildung

"FakSination" betitelten deshalb die Veranstalter diesen Tag in Anlehnung an die Abkürzung der Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS), der zugleich die Einzigartigkeit der beruflichen Ausbildung widerspiegeln sollte. "Im ersten Ausbildungsabschnitt des zweijährigen sozialpädagogischen Seminars legen wir Wert auf 80 Prozent Ausbildung in der Praxis zweier unterschiedlicher Einrichtungen", erklärte Binner.

Als berufliche Akademie, die er vertrete, sei ihm der Praxisbezug und die Zusammenarbeit mit den späteren Arbeitsstellen wichtig. "Da unsere Bewerber den mittleren Abschluss besitzen, können wir in dieser Zeit mehr Zeit für die praktische Ausbildung zum Kinderpfleger verwenden." Die gesamte Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin beinhalte etwa 60 Prozent Praxis- und 40 Prozent Theorieausbildung.

"Wir wollen zeigen, dass Erzieherin nicht gleich Kindergärtnerin bedeutet. Die Arbeit im Kindergarten verlangt ein hohes Maß an Persönlichkeitsbildung und Fachkompetenz. Sie ist aber nur eines der vielen Arbeitsgebiete von Erzieherinnen", so Binner. Jugendsozialarbeit, Internat und Krankenhaus seien ebenso anspruchsvolle Arbeitsfelder wie Einrichtungen der heilpädagogischen Hilfe oder Jugendwohngruppen.

Auch in der Auswahl und Anstellung der Lehrkräfte spiegle sich der Praxisbezug wider. "Wir setzen gezielt Lehrkräfte ein, die außerhalb der Fachakademie in ihren Berufen arbeiten, etwa als Richter, Sozialarbeiter, Künstler, Musiker, Erzieherin oder Internatspädagogen." Als kirchliche Fachakademie ermögliche man die Ausbildung in Theologie und Religionspädagogik - ein wichtiges Standbein gerade in unserer Region, in der viele Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft stünden.

"Neu in diesem Jahr hinzugekommen ist die Ausbildung in der Verwaltungssoftware für Kindertageseinrichtungen", informierte Binner, dem auch die Medienkompetenz der Erzieherinnen ein großes Anliegen ist.
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