Ganz Schönlind feierte das 60-jährige Bestehen seiner Kirche St. Michael. Alle waren auf den Beinen, und auch viele ehemalige
Vertraute Heimat im Glauben

Fünf Geistliche zelebrierten den Festgottesdienst (von links): Ortspfarrer Johannes Kiefmann, Pfarrer i. R. Josef Wittmann, Pfarrer i. R. Martin Schultes, Studiendirektor i.R. Lothar Kittelberger und Missionar Gerhard Stigler. Auch viele Ehrengäste aus Politik und Kirche (links in den ersten Reihen) waren gekommen.
Dorfbewohner nahmen am Festgottesdienst teil.

(ct) Unter den Klängen der Dagesteiner aus Vilseck bewegte sich ein imposanter Kirchenzug mit Landrat Richard Reisinger und 2. Bürgermeister Thorsten Grädler sowie den Vertretern aus Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Stadtrat an der Spitze vom Gemeinschaftshaus zur Kirche St. Michael.

Fünf Zelebranten

Im Gotteshaus, das die Menschen gar nicht alle fassen konnte, zelebrierte der Schlichter Pfarrer Johannes Kiefmann zusammen mit seinem Vorgänger Martin Schultes sowie Missionar Gerhard Stigler, Pfarrer Josef Wittmann und Studiendirektor i. R. Lothar Kittelberger den Festgottesdienst, den ein eigens für das Fest auf die Beine gestellter Projektchor unter Leitung von Franz Winklmann und Heinz Krob und unterstützt von zwei Bläsern aus Gebenbach eindrucksvoll musikalisch gestaltete. Dem Gottesdienst wohnten auch die Kirwapaare bei, aktiv beteiligt mit dem Vortragen der Fürbitten.

Fest der Generationen

Kiefmann bezeichnete es als schönes Zusammentreffen, dass man ausgerechnet an Pfingsten, der Geburtsstunde der Kirche Christi, das Jubiläum der Ortskirche und mit diesem auch die Kirwa feiern könne. Das Jubiläum sei auch ein Fest der Generationen, denen das Gotteshaus vertraute Heimat im Glauben geworden sei. Innere Begeisterung sei es gewesen, die die Bevölkerung angetrieben habe, diese Kirche zu bauen. Und hierin sei auch das Wirken des Heiligen Geistes spürbar.

Am Ende des Gottesdienstes ehrte Markus Graf als Sprecher der Pfarrgemeinde und der Dorfgemeinschaft an Pfarrer Johannes Kiefmann und dessen Vorgänger Martin Schultes, der über 33 Jahre lang als Geistlicher auch in Schönlind gewirkt hat, die "guten Geister" der Schönlinder Kirche, Mathilde Zapke und Agnes Prechtl. Sie erhielten Erinnerungsgeschenke aus gebranntem Lehm, die die ungarische Künstlerin Katalin Kossack angefertigt und das ortsansässige Ziegelwerk Leipfinger gebrannt hatte. Nach dem gemeinsamen "Großer Gott, wir loben dich" bewegte sich der Festzug zum Kirwazelt, wo die Dagesteiner zum Frühschoppen aufspielten. Norbert Klier als Sprecher des Pfarrgemeinderats dankte den Hauptinitiatoren des Festes, Karl Edl und Karl Stubenvoll, und allen Helfern.

2. Bürgermeister Thorsten Grädler sprach auch für Landrat Richard Reisinger und zollte Schönlind seine Anerkennung für das gelungene Fest, vor allem aber auch dafür, dass ein so kleiner Ort es geschafft habe, eine Kirche zu bauen, was heute wohl nicht mehr möglich wäre. Im Namen der Stadt überreichte er einen Scheck. Der frühere Pfarrer Martin Schultes hob in gereimten Worten Schönlind als einen "Edelstein mitten im Grünen" hervor. Mit einem Tischgebet lud Pfarrer Kiefmann zum Mittagessen ein.
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