Gebrochen oder geklaut

Es ist schwer, die Tradition rund um den Maibaum aufrecht zu erhalten. Das bekam in diesem Jahr besonders der Verein "Gemütlichkeit Mooslohe" zu spüren.

Es kann nicht immer alles glatt gehen beim Aufstellen des Maibaums. Dabei sah es so gut aus beim Verein "Gemütlichkeit Mooslohe" . Mit Hilfe eines Autokrans wurde der Maibaum beim Alten Schuster angehoben. Doch dann klinkte die Halterung aus. Der Baum, der nur am Fußende in der Halterung gesichert war, krachte zu Boden, die Baumspitze brach ab.

Entmutigen ließ sich aber niemand. Beim zweiten Versuch klappte alles. Nur steht nun der Maibaum, der seit 2002 auf Initiative von Wirt Robert Drechsel wieder aufgestellt wird, ohne Spitze da. Gefeiert wurde trotzdem. Es stieg ein Backofenfest.

Auch die Siedlergemeinschaft Maria Waldrast in Weiden-West bangte um ihren Baum, den heuer OB Kurt Seggewiß spendiert hatte. Denn erstmals wurde er gestohlen. Die Diebe kamen aus Weiherhammer von der dortigen Feuerwehr. 30 Steaks, zwei Kasten Bier und jede Menge Zeit kostete der Siedlergemeinschaft die Auslöse des 25-Meter-Baums. Am Ende aber war alles wie immer: Unter den Augen vieler Besucher, darunter Bürgermeister Lothar Höher, half ein Kran der Firma Einhäupl, den Baum aufzustellen. Bei der Feier im Anschluss im Zelt sowie drum herum waren vor allem die 160 Makrelen, gegrillt von Robert Bruckner, Günther Matejka und Harald Quandt, heiß begehrt - und schnell aus.

Mit 33 Metern ist der Maibaum in Mallersricht wohl heuer der Rekord-Baum im Stadtgebiet. Bereits über 40 Jahre zeichnet die Freiwillige Feuerwehr Mallersricht um Kommandant Reinhold Drechsler dort für das Aufstellen des Frühlingsbotens und die anschließende Feier verantwortlich. Dazu spielte der evangelische Posaunenchor Neunkirchen Mailieder.

Der Schnupferclub in Latsch hatte ein Jahr nach dem 50. Geburtstag keine Eile. Erst am Nachmittag holten die Mitglieder den Maibaum, schälten den Stamm und ließen Kinder und Frauen das 26,70 Meter große Stück mit Kränzen und Bändern schmücken. Derweil legten die Männer die "Schwalben" zurecht. Mit zwei Traktoren sicherten sie den Baum, bis er in der eisernen Haltung befestigt war. Am Abend entzündete Vorsitzender Horst Straka das Feuer, es gab Gegrilltes und Gulaschsuppe.

25 Meter hoch war der Maibaum, den die Dorfgemeinschaft in Frauenricht in Position brachte. Geholt hatten ihn Roland Weismeier und Hubert Erl. Gespendet hatte ihn Hubert Kick. Mit Schwalben hievten ihn zehn Männer in die Senkrechte. Eine Traktorschaufel sicherte alles ab. Die anschließende Feier dauerte bis tief in die Nacht, die Wache schoben die Männer bis zum frühen Morgen.
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