Gedenken an Super-GAU von Fukushima - Weg von fossilen Energieträgern
Noch immer eine Katastrophe

Wegweiser durch die Region: Strahlung macht auch an Stadt, Landkreis- und Gemeindegrenzen nicht halt. Die Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen forderte die schnellstmögliche Abkehr von fossilen Energieträgern. Bild: Kunz
Zum vierten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima legte die Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen Weiden-Neustadt eine Gedenkminute am Oberen Markt ein. Wie in 178 anderen deutschen Städten auch, wie Dr. Christoph Schrems ("Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung") hervorhob. Der Super-GAU sei zwar nicht mehr in den Schlagzeilen, aber unter Kontrolle sei er noch längst nicht. "Jeden Tag fließen große Mengen radioaktiv verseuchten Wassers in den Pazifik. Wir Ärzte weisen natürlich insbesondere auf die gesundheitlichen Folgen hin." So auf eine dramatische Zunahme von Schilddrüsen- und Knochenkrebs, Fehl- und Todgeburten sowie neurologische und psychiatrische Erkrankungen. "Selbst die japanische Atomenergiebehörde rechnet mit 16 000 zusätzlichen Krebserkrankungen und mindestens 9000 Toten", sagte Schrems.

Als Mitglied der ärztlichen Friedensbewegung wolle er darauf hinweisen, dass man sich so schnell wie möglich von fossilen Energieträgern verabschieden solle. "Öl-, Erdgas- und Uranvorkommen sind heute die wesentlichen Kriegsgründe." Menschen dürften nicht länger für Energieinteressen getötet werden.
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