Gedenkgottesdienst der Selbsthilfegruppe "Trauernde Eltern Weiden und Region"
In der Trauer nicht alleine

Pfarrer Thomas Stohldreier und Gabriele Scherl erteilten den Abschluss-Segen vor mehr als 60 brennenden Kerzen. Bild: hfz
Die Advents- und Weihnachtszeit wird von akut trauernden Angehörigen oft als schwere und belastende Zeit empfunden. Zum alljährlichen Gedenktag für alle verstorbenen Kinder und Jugendlichen lud die Selbsthilfegruppe "Trauernde Eltern Weiden und Region" betroffene Eltern aus der gesamten Region auch heuer zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst ein.

Christine Wittmann konnte als ehemalige Leiterin der Selbsthilfegruppe den katholischen Pfarrer Thomas Stohldreier von der Pfarrei Maria Königin aus Schirmitz und die Lektorin Gabriele Scherl von der evangelischen Kirchengemeinde Eschenbach gewinnen, um das solidarische Gedenken zu begleiten. Meditative Musik von "Enya" empfing die über 120 Teilnehmer, die auch Erinnerungsbilder ihrer Kinder auf einem Seitenaltar platzieren konnten. Gemäß dem Bibelwort "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen" wurde mit namentlich beschrifteten Kerzen mehr als 60 verstorbener Kindern gedacht, die vorher von ihren Eltern und Geschwistern auch in das alljährlich aufgelegte Gedenkbuch eingetragen werden konnten.

Die Schola der Pfarreiengemeinschaft Herz Jesu und St. Johannes unter Leitung von Peter Kosmus gestaltete die Gedenkfeier mit Liedern wie "Ich möcht, dass einer mit mir geht", "Da wohnt ein Sehnen tief in uns" oder "Von guten Mächten wunderbar geborgen". Nach einem von Gabriele Scherl vorgetragenen Bitt- und Klagegebet entnahm Pfarrer Stohldreier dem alttestamentlichen Buch Genesis die Aussage seiner Predigt: Im Kampf Jakobs, der in seinem Schmerz mit Gott ringt, werde ersichtlich, dass Gott Trauernde nicht alleine lasste. Sie dürfen sich gesegnet und gehalten wissen.

Nach dem gemeinsam gesprochenen Segen konnten die Teilnehmer zusammen mit ihren Erinnerungskerzen auch eine Bildkarte mitnehmen. Die darauf abgebildete Brücke soll der Hoffnung auf eine bleibende Verbindung mit dem verstorbenen Kind Ausdruck geben. Winfried Hübner, Leiter und Trauerbegleiter der Selbsthilfegruppe, bedankte sich abschließend bei allen Mitwirkenden und lud die Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen ins Pfarrheim ein.
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