Geduld der Bayern-Anhänger beim Verein "D'Weidna" belohnt - 45 Karten für Topspiel erhalten
Schweres Los als kleiner Fanclub

Endlich zu Besuch im Münchener Stadion: Das Losglück war nach knapp drei Jahren auf der Seite des FC Bayern-Fanclubs "D"Weidna" um Vorsitzenden Alexander Wenzel (links). 45 Karten gegen Bayer Leverkusen waren für den 55 Mitglieder starken Verein reserviert. Bild: privat
Aus Ärger kann so manches entstehen. Zum Beispiel ein FC Bayern-Fanclub wie "D'Weidna". Einige Fußballbegeisterte und Bayernverrückte gründeten ihn 2012, nachdem sie für das begehrte Champions-League-Spiel gegen Chelsea daheim in München keine Karten ergattern konnten. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden Alexander Wenzel über die Liebe zum Fußball, die Vorteile eines Fanclubs und die Nachteile, ihn in Weiden zu gründen.

Den Champions-League-Krimi gegen Chelsea haben die Bayern 2012 daheim verloren. Ihre Probleme aber begannen früher. Wann?

Alexander Wenzel: Wir haben keine Karten für dieses Topspiel in der Heimat bekommen - und uns ein wenig geärgert. Wenn du nicht wenigstens Bayern-Mitglied bist, hast du da keine Chance.

Nun sind Sie Bayern-Fanclub-Chef. Stehen die Chancen damit besser für Sie und Ihre 54 Mitstreiter?

Wenzel: Auf jeden Fall. Deshalb haben wir 2012 ja beschlossen, einen Fanclub zu gründen - trotz der starken Clubs in Floß oder Nabburg im Umland.

Und auf wie vielen Spielen waren Sie mit dem Fanclub seither?

Vorerst auf keinem. Bis vor zwei Wochen. Dann ging's für uns zum Spitzenspiel schlechthin.

Bayern gegen Bayer?

Genau. Drei Jahre nach der Gründung hat's geklappt. Wir bekamen 45 Tickets zugelost und sind mit einem Weidener Busunternehmen, mit Weidener Gebäck und Bier an Bord nach München gefahren. Bayern gewann souverän mit 3:0.

Glückwunsch. Und wann geht's das nächste Mal ins Stadion?

Wenze l: Frühestens im nächsten Jahr - und dann auch nur vielleicht. Das Los wird entscheiden.

Das klingt nach einem schweren Los. Sind Sie gern Vorsitzender?

Wenzel (lacht): Klar. Wir haben bei unseren Treffen ja viel Spaß.

Wo - wenn schon nicht im Stadion - treffen Sie sich?

Wenzel: Auf der Go-Kart-Bahn oder bei andern Ausflügen. Vor allem aber im "Kir Royal", unserem Vereinslokal. Ein Vereinslokal in Weiden zu finden, ist übrigens gar nicht so einfach.

Warum?

Wenzel: Auf dem Dorf ist das Vereinslokal eines FC Bayern-Fanclubs automatisch das des örtlichen Fußballclubs. In Weiden gibt es mehrere Fußballvereine. Jeder ist am liebsten bei sich. Deshalb wollten wir einen neutralen Ort wählen.

Und die Liebe zum FC Bayern eint dort alle?

Wenzel (lacht): Ja, im "Kir" bei der Live-Übertragung des Spiels klappt das. Nun geht's gegen Augsburg. Mal sehen, wie hoch wir gewinnen.
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