Gegen die Finsternis
Angemerkt

Es ist ein Unwort. Wir mögen es gar nicht mehr hören: Konsolidierung. Oder den städtischen Haushalt festigen und sichern. Ganz schlimm wird's, wenn wir hören, welche Vorschläge sich dahinter verstecken. Die Bürgerfeste für Kinder und Erwachsene sind in Gefahr, Serenaden und Max-Reger-Tage, Veranstaltungen für und mit den Städtepartnern, der Stadtjugendring steht auf dem Prüfstand. Je länger die Aufzählung, desto mehr fröstelt's einen.

Wollen die Verwaltung und die Fraktionen nur die Regierung beeindrucken? Oder wollen sie mehr. Dann bestünde tatsächlich die Gefahr, dass sie aus Weiden eine andere Stadt machen. Eine, in der es finster wird. Auch die teilweise Ausschaltung der Straßenbeleuchtung steht auf der Horror-Liste.



Polizeibericht Ganz ehrlich: Ein feiner Zug

Weiden. (rg) "Es gibt sie also doch noch", stellt Polizeisprecher Karl Gaach fest. Nämlich: ehrliche Finder. Wenn verlorene Geldbörsen wieder auftauchen, fehle "zumindest das Bargeld". Im jüngsten Fall fehlte gar nichts. Zu verdanken war das einem 42-Jährigen aus Weiden, der am Samstag kurz vor Mitternacht am Issy-les-Moulineaux-Platz unterwegs war und eine Damengeldbörse fand.

Inhalt: US-Personalausweis, eine Kreditkarte, 180 Euro und 25 Dollar. Weil der Max-Reger-Städter die Besitzerin nicht erreichen konnte, brachte er die Geldbörse zur Polizei. Die Eigentümerin, eine 23-jährige US-Amerikanerin, "wird sich sicherlich sehr über die Ehrlichkeit des Finders freuen", meint Gaach. Und es gibt sie also doch noch: Polizeimeldungen, die Mut machen.

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