Gegen Vorurteile

Das Klezmer-Orchester "Carl-s-son" präsentierte im Haus der Evangelischen Gemeinde sein ganzes musikalisches Können. Bild: Kunz
Großartig mit welch atmosphärischer Dichte, Ausdrucksfülle und unerschöpflicher Vielfalt das Klezmer-Orchester "Carl-s-son" im Haus der Evangelischen Gemeinde zugunsten des Arbeitskreises Asyl musizierte. Das Publikum war verzaubert und spendete Standing Ovations. Egal ob bei "Turkish Woman" oder "Bei mir biste scheen".

"Wir freuen uns, wenn gerade junge Leute sich mit diesem Thema beschäftigten", unterstrich AK-Asyl-Chef Jost Hess. "Das eine ist die Musik, das andere ist der Hintergrund. Sie haben darüber gesprochen, warum sie das machen, wofür sie das machen. Und das finde ich toll. Junge Menschen, die sich mit diesem Thema abgeben, und auch wissen, wofür das alles nötig ist."

Landtagsabgeordnete Annette Karl (SPD) zeigte sich nach dem Konzert noch beeindruckt von der Darbietung: "Wunderbar, ich freue mich, dass ich gekommen bin. Es ist begeisternd, wenn sich Schüler entschließen, mit ihrem Können den Arbeitskreis Asyl zu unterstützten."

Kollegin Petra Dettenhöfer (CSU) schloss sich dieser Einschätzung an. "Ganz klasse, dieser Enthusiasmus." Vor allem vor der musikalischen Leistung des Orchesters zog sie den Hut. "So schwere Stücke, so harmonisch gespielt, toll." Natürlich würdigte Dettenhöfer auch die Arbeit des AK: "Jost Hess macht hier sehr viel."

Oberstudiendirektor Dr. Anton Hochberger, Leiter des Neustädter Gymnasiums, würdigte vor allem die Arbeit des Musikpädagogen Andreas Kraus. "Ich bin aber auch stolz auf meine Schüler. Da steckt sehr viel Engagement dahinter. Auf der Bühne schaut das alles so leicht und locker aus, aber das ist alles mit sehr viel Proben verbunden."

Zu Schuljahresbeginn habe das Ensemble ein ganzes Wochenende geprobt. Und auch vor dem Konzert einen ganzen Tag. "Wenn man jetzt aber sieht, wie das Publikum reagiert: Es zahlt sich schon aus." Und die Schüler freuten sich über öffentliche Auftritte. Kraus ist am Neustädter Gymnasium Instrumentallehrer für Gitarre und hat die Band vor drei Jahren gegründet.

Kraus überreichte seinen Interpreten jeweils eine Rose. Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler steuerte kleine Weihnachtspräsente aus dem Körbchen bei.
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