Geisterfahrer wollte "nur umkehren"

Das ging rasend schnell: Der Geisterfahrer auf der Autobahn ist dank eines Zeugenhinweises ermittelt - aber nur zum Teil geständig. Ja, er sei zur Unfallzeit am Unfallort gewesen, räumte der 72-Jährige aus dem Landkreis Neustadt/WN gegenüber der Polizei ein. Allerdings bestritt er vehement, am Donnerstagmorgen, 8. Januar, als Geisterfahrer auf der A 93 auf Höhe Frauenricht in falscher Richtung unterwegs gewesen zu sein. Er wollte doch "nur umkehren", weil er bei der Auffahrt auf die Autobahn bemerkt habe, falsch zu sein, erklärte der Senior.

Bereits einen Tag nach den Geschehnissen überprüfte die Polizei auf Grundlage der Hinweise, die nach dem Zeugenaufruf auch über unsere Zeitung eingegangen sind, den Verdächtigen. Dabei stellten die Fahnder fest, dass die Schäden am VW-Bus des 72-Jährigen zu dem Schadensbild des Unfallgegners passten. Den Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten wie das Wenden auf der Autobahn.

Übrigens: Wie es der Zufall so will, begegneten sich auf der Autobahn ausgerechnet zwei Fahrer, die aus derselben kleinen Gemeinde des Landkreises Neustadt/WN stammen.
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