Gemeinsam gegen Terror

Weiden ist bunt - und soll das auch zeigen: Für die Teilnahme an der Solidaritätskundgebung nach den Anschlägen von Paris werben neben OB Kurt Seggewiß (Vierter von links) Veit Wagner (von links), Brigitta Schultz, Raimunda Brusokaite und Sebastian Flaschel vom Aktionsbündnis. Bild: Hartl

Die schrecklichen Anschläge von Paris können lähmen - oder ein Anlass sein, gegen Gewalt und Diskriminierung aufzustehen. In Weiden sollen sich möglichst viele für den zweiten Weg entscheiden. Und deshalb am Freitag zu einer großen Solidaritätskundgebung am Oberen Markt kommen.

Es soll ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität werden: mit den Opfern der Anschläge von Paris. Mit Minderheiten in Frankreich wie hierzulande. Und auch mit Weidens Partnern in Issy-les-Moulineaux, das unweit der Anschlagsorte in der französischen Hauptstadt liegt. Deshalb wird es in Weiden am Freitag, 16. Januar, ab 13.15 Uhr eine Kundgebung vor dem Alten Rathaus geben. Initiatoren der Solidaritätsveranstaltung sind die Stadt und das Aktionsbündnis "Weiden ist bunt". Nachdem er schon Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden angeordnet hatte, werde dies ein weiteres Symbol der Anteilnahme sein, erklärt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. "Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren", formuliert er den Hintergedanken.

Seggewiß wird am Freitag zu den Hauptrednern gehören. Er werde, zusammen mit seinen Bürgermeisterkollegen, ein Bekenntnis zu einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und einem respektvollen und friedlichen Miteinander der Weltreligionen ablegen. Daneben wird ein Vertreter von "Weiden ist bunt" sprechen, auch Repräsentanten von Muslimen, jüdischer Gemeinde sowie der katholischen und evangelischen Kirche haben sich angekündigt.

Die Vielfalt ist natürlich gewünscht. Die Veranstaltung sei ja einerseits "ein Zeichen der Anteilnahme", sagt "Weiden ist bunt"-Sprecher Veit Wagner. Andererseits "auch ein Schutzbekenntnis für die Minderheiten hier in Weiden".

Aufgerufen zur Teilnahme sind freilich alle Bürger. Schulen, Vereine und, und, und - sie lädt die Stadt noch einmal explizit ein. Und die erste Resonanz lasse schon mal auf einen gut gefüllten Marktplatz hoffen, erklärt Stadtsprecher Norbert Schmieglitz. Wichtig wäre eine rege Beteiligung aus seiner Sicht in jedem Fall: "Wir sollten zeigen, dass man sich nicht von Terroristen spalten lässt, sondern eher das Gegenteil der Fall ist."
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