Gemeinsame Agrarpolitik spielt eine große Rolle in der EU

Albert Deß, Europaabgeordneter und agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, ging in seinem Referat, das er bei der Forstbetriebsgemeinschaft hielt, auf die Bandbreite seiner Arbeit in Brüssel ein. Wichtiges Ziel einer gemeinsamen Agrarpolitik sollte die Förderung des ländlichen Raumes sein, unterstrich er. Die EU-Politik zur ländlichen Entwicklung werde ständig weiterentwickelt. Der gemeinsamen Agrarpolitik werde dabei eine große Bedeutung eingeräumt. Neben der Marktorientierung der Agrarproduktion wurde mit der zweiten Säule ein weiteres Instrument geschaffen, das besonders im Hinblick auf die Entwicklung der ländlichen Räume eingesetzt wird. Die Mittel dafür kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds, für Deutschland stünden dafür in den Jahren 2014 bis 2020 rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung. "Wir brauchen eine einfache gemeinsame Agrarpolitik, die zur Förderung der europäischen Landwirtschaft beiträgt und unsere Landwirte dabei nicht zusätzlich mit bürokratischen Auflagen schikaniert", forderte Deß. Der Politiker begrüßt die Bereitschaft von EU-Agrarminister Phil Hogan, eine mögliche Vereinfachung zu überprüfen. Besonders die Umsetzung vom Greening soll auf den Prüfstand gestellt werden. 2015, das Jahr der Umsetzung der GAP-Reform, werde dazu dienen, konkrete Erfahrungen zu sammeln und Überlegungen zur Vereinfachung der neuen Agrarreform auf allen politischen Ebenen zu diskutieren, informierte Deß. Alle Beteiligten seien aufgefordert, Vereinfachungs-Vorschläge zu unterbreiten. Den derzeit stark verbreiteten Diskussionen und Misstrauen um das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA sieht der Europaabgeordnete gelassen entgegen. Es dürfe nicht sein, dass wohlorganisierte Interessengruppen ein Projekt kippen, vom dem sich die Mehrheit der gewählten Regierungen neue Chancen für Europa erhoffe. (sche)
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