Gemeinsame Fraktionssitzung der Amberger und Weidener SPD - Stärkung der Innenstädte als ...
Schulterschluss der Genossen

Als äußeres Zeichen der Verbindung der beiden Städte standen Amberger Winkler- und Weidener Gambrinus-Hell auf dem Tisch. Von links: SPD-Stadtverbandvorsitzender Norbert Freundorfer, Uli Hübner, Fraktionsvorsitzender Florian Fuchs, Fraktionsvorsitzender Roland Richter, Bürgermeisterin Brigitte Netta und Martin Seibert. Bild: Kunz
"Wir sind der Meinung, dass die Herausforderungen gleich sind. Die frühere Rivalität zwischen Weiden und Amberg ist lange vorbei. Die Städten sind Bildungs- und Wirtschaftsstandorte." Deshalb suchen die beiden SPD-Fraktionen auch die engere Zusammenarbeit.

Beim Pressegespräch nach der ersten gemeinsamen Fraktionssitzung in der Weidener SPD-Geschäftsstelle unterstrichen Roland Richter und Florian Fuchs die recht ähnlichen Problemstellungen beider Städte. "Wir sollten uns vernetzen." Es ging um die sozialdemokratische Finanzpolitik in Zeiten knapper Mittel. Der Verwaltungshaushalt beider Städte halte sich die Waage, hieß es. Weiden: 114 Millionen Euro. Amberg: 107 Millionen. Bei den Schulden zeichne sich ein anderes Bild: Weiden schlägt sich mit 83 Millionen herum. Allerdings sind hier die 13 Millionen für die Vorfinanzierung der FOS/BOS enthalten. Amberg steht nur mit 37 Millionen in der Kreide.

Erhebliche Unterschiede gibt es bei den Gewerbesteuereinnahmen (Weiden 18, Amberg 22 Millionen). Hier liegen die Hebesätze gleich auf. Anders bei der Grundsteuer. Hier ist Weiden deutlich ausgeschert, erhöht ab Januar den Hebesatz auf 400. Die Amberger belassen ihn bei 340, was ihnen 1,1 Millionen Euro weniger einbringt.

Beide Städte wollen ihre Haushalte durch Ausgabenkürzungen und Einnahmeverbesserungen konsolidieren. Wichtig für beide Kommunen sei die Ausweisung und Nutzung von Gewerbegebieten und die Weiterentwicklung der OTH. Ganz oben auf der Agenda stehe zudem die Stärkung der Innenstadt als Einzelhandelsstandort. Weiden versuche dies unter anderem durch die Realisierung der Stadtgalerie als Kundenmagnet. Amberg probiere es durch die Wiederbelebung des Bürgerspitalareals. Während Weiden Baugebiete arrondieren will, hoffen die Amberger auf eine zukunftsweisende Nutzung des Areals der Leopoldkaserne. Zudem blicke Amberg neidvoll auf die Stabsstelle Wirtschaftsförderung, die direkt beim Weidener Oberbürgermeistger angesiedelt sei. "Das wollen wir auch."
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