Gemeinsamer Antrag von Bürgerliste, CSU und Grüne
Sorgen ums Personal

Nur die SPD ist nicht dabei: Bürgerliste, CSU und Grüne stellen zur nächsten Stadtratssitzung den gemeinsamen Antrag, dass die Verwaltung über das Verbesserungsvorschlagswesen berichtet, vor allem aber eine regelmäßige Mitarbeiterbefragung einführt. Der hohe Krankenstand bei der Stadtverwaltung zeige, dass einiges im Argen liege, betont etwa Wolfgang Pausch (CSU).

Die Motivation der Mitarbeiter sei für jedes Unternehmen und jede Behörde ein entscheidender Erfolgsfaktor. Ein gutes "Betriebsklima" und die Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungen schaffen Identifikation. Dabei sei das betriebliche Verbesserungsvorschlagswesen ein wichtiger Punkt, begründen die Fraktionschefs Dr. Christian Deglmann, Wolfgang Pausch und Karl Bärnklau ihren Vorstoß. Darüber hinaus würden regelmäßige Mitarbeiterbefragungen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess auslösen.

Die Fraktionschefs erinnern aber auch daran, dass eine Gewerkschaft bei der Stadt vor einigen Jahren eine Befragung der Mitarbeiter unter der Überschrift "Gute Arbeit" durchführte. Über die Ergebnisse sei aber nie groß diskutiert worden. Es sei sinnvoll, erneut eine Mitarbeiterbefragung mit einem externen Institut, wie etwa "mafotools" aus Sinzing, durchzuführen. Inhalte sollten unter anderem sein: Personal, Planung, Gewinnung und Einsatz, Beurteilung und Entwicklung, Gehalt, Anreiz-Systeme, freiwillige Leistungen, Zusammenarbeit, Führungs-, Informations- und Innovationskultur.

Das Ergebnis dieser Befragung könne für die Planung von vielen Maßnahmen und Projekten wegweisend sein und aufzeigen, wo die Mitarbeiter Stärken oder Schwächen sehen. Ein zweijähriger Rhythmus mache Veränderungen deutlich.

Die Verwaltung solle, so der Antrag, über das betriebliche Vorschlagswesen berichten. Welche Möglichkeiten gibt es? Wie wird es genützt und gelebt, und wie werden Verbesserungsvorschläge honoriert? Bei der Stadt Weiden sollen ab 2016 anonyme Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, ausgewertet und im Personalausschuss/Stadtrat vorgestellt werden.

Natürlich müssten aus den Ergebnissen Konsequenzen gezogen, bei Defiziten Verbesserungsoptionen aufgezeigt und umgesetzt werden.
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