Genossen gegen Übernahme des Schülercafés - Richter "immer noch schockiert"
SPD: Jugendring unter Druck

Beim Stadtjugendring (SJR) wäre das Schülercafé "Scout" nach SPD-Meinung nicht richtig angesiedelt. Dafür fehlten die personellen Möglichkeiten. "Sowohl das Jugendzentrum als auch das ,Scout' würden erheblich an Qualität verlieren", befürchtet Fraktionschef Roland Richter. Ohnehin sei diese Verbindung "nur eine Idee" des CSU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Pausch - die den SJR nun jedoch "unglaublich unter Druck setzt".

Wie berichtet, soll der Jugendring laut Pausch die vierte Sozialpädagogen-Stelle behalten, wenn er dafür das Schülercafé übernimmt. Bei einem Pressegespräch bedauerte Richter den Mehrheitsbeschluss im Stadtrat, wonach das Kolping-Bildungswerk als Betreiber ausscheiden muss. "Wir sind immer noch schockiert, mit welcher Ignoranz der Stadtrat das Thema beendet hat." Damit könnten auch Investitionen in das Projekt und Zuschüsse müßig geflossen sein. Und: "Was soll die Stadt mit der Immobilie anfangen?"

Gegen die "Lösung Jugendring" spricht nach Richters Ansicht, dass dann erfolgreiche Initiativen wie "Weiden ist bunt" und "Need No Speed" nicht mehr professionell betreut werden könnten. Diesen Verlust, so macht Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer deutlich, wolle die SPD nicht riskieren. Und falls der Stadtjugendring eine Aufstockung des Personals fordern würde? Dann würde sich unterm Strich personell nichts ändern - aber mit dem Betreiberwechsel ginge die Stadt "unnötigerweise ein Risiko" ein, meint die SPD. Das Kolping-Bildungswerk habe sich schließlich bewährt.

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hildegard Burger zeigt sich überzeugt, dass sich der Stadtrat nochmals mit dem Thema "Scout" befassen wird. Dies sei er den jugendlichen Besuchern schuldig, die nun mit mehreren Aktionen für den Erhalt der Einrichtung kämpfen.
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