Gepflegte Hilfe seit 30 Jahren

Urkunden und rote Sträuße überreichte AWO-Vorsitzende Hilde Zebisch (rechts) zusammen mit ihrem "Vize" Hans Anklam (hinten, Mitte) an die langjährigen Beschäftigten. Auch OB Kurt Seggewiß gratulierte. Bild: R. Kreuzer

Pflegebedürftige sollen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Schon vor 30 Jahren schuf die Arbeiterwohlfahrt die Voraussetzungen dafür: mit der häuslichen Alten- und Krankenpflege.

Zum 1. Oktober 1984 hat der inzwischen verstorbene Ehrenvorsitzende Heinz Rehm das Angebot gestartet. Pionierin war Krankenschwester Trude Engelhardt. Halbtags betreute sie drei Patienten. Vorsitzende Hilde Zebisch blickte auf "30 Jahre Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe" zurück, als die AWO das Jubiläum im Wintergarten des Hans-Bauer-Seniorenheims feierte. Zuvor hatten die Schwestern die Patienten von zu Hause abgeholt und sie zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Mittlerweile hat die AWO einen großen Patientenkreis, den qualifiziertes und erfahrenes Fachpersonal betreut. Die Krankenschwestern und Altenpflegerinnen bieten Grund-, Behandlungs- und Verhinderungspflege. Wer seinen Haushalt nicht mehr alleine verrichten kann, dem sind die Hauswirtschafterinnen behilflich. Hilde Zebisch: "Wer nicht mehr selbst kochen kann, kann sich das Essen auf Rädern bestellen. Natürlich gehen wir mit unseren Patienten auch spazieren, begleiten sie zum Arzt oder holen sie zu bestimmten Festen wie die Muttertagsfeiern und das AWO-Familienfest auch ab". Neu ist der Fahrdienst, vermittelt werden zudem der Hausnotruf und die Hospizdienste.

Anfänge der AWO

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß erinnerte an die Anfänge der Arbeiterwohlfahrt, die sich auf Bundesebene schon vor 95 Jahren gegründet hatte. "Und die AWO ist dabei nicht ins Alter gekommen, sondern jung geblieben. Was die Betreuung von Menschen betrifft, hat sie Beispielfunktion." Seggewiß griff zudem Themen der Stadtentwicklung auf, unter anderem das Einkaufzentrum, das neue Gewerbegebiet und den Hochwasserschutz.

Zusammen mit Hilde Zebisch ehrte der Rathauschef Pflegedienstleiterin Trude Engelhardt für 30 Jahre Tätigkeit als Altenpflegerin. Seit 25 Jahren arbeitet Stellvertreterin Elisabeth Kugler als Altenpflegerin bei der AWO. Seit zwei Jahrzehnten ist Elisabeth Flogaus als Altenpflegerin dabei, seit 15 Jahren Tija Schmitz.

Ebenso lange wirkt Elisabeth Graßl als Hauswirtschafterin. In der Verwaltung (Buchhaltung) ist seit 25 Jahren Theresia Matejka engagiert, seit 20 Jahren betreut Heidi Alt die Abrechnung. Hilde Zebisch wünschte allen weiterhin gute pflegerische Hände und ein offenes Herz für die Anliegen der Patienten. Karl Tabert begleitete den Nachmittag musikalisch an der Hammondorgel.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hochwasser (3437)Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.