Geschichte von Leid und Freunden

Zusammen beschäftigten sich Schüler des Augustinus-Gymnasiums und des Masaryk-Gymnasiums Pilsen mit den Verbrechen der NS-Zeit. Was sie dabei herausfanden, stellten sie im Westböhmischen Museum in Pilsen vor. Bild: hfz

Die gemeinsame Geschichte war längst nicht immer harmonisch. Trotzdem blickten Weidener und Pilsener Schüler gemeinsam auf ein dunkles Kapitel in der Vergangenheit ihrer Länder zurück. Dabei entstanden neben historischen Beiträgen auch Freundschaften in der Gegenwart.

"Orte erinnern": So nannte sich ein deutsch-tschechischen Jugendbegegnungsprojekt, das nun seinen Abschluss fand: mit einer Feier im im Westböhmischen Museum in Pilsen. Bei diesem Projekt hatten sich Schüler des Augustinus-Gymnasiums und des Masaryk-Gymnasiums Pilsen mit Erinnerungsformen an NS-Verbrechen beschäftigt.

Im Internet veröffentlicht

Sie besuchten die KZ-Gedenkstätten in Flossenbürg und in Lety bei Písek. Außerdem werteten sie Archivmaterial aus, trafen Historiker und Roma-Aktivisten, diskutierten miteinander und verarbeiteten ihre Erlebnisse und Erkenntnisse in crossmedialen Geschichten, die sie auf www.grenzgeschichten.net veröffentlichten.

Bei der Abschlussveranstaltung wurde auf einer Bühne dem Publikum ein Teil der mehr als 40 Filme, Interviews und Texte, die an nur zwei Wochenenden entstanden sind, präsentiert. Begrüßt hatte die Zuschauer zweiter Oberbürgermeister Martin Baxa, durch den Abend führten Elke Dillmann (Stiftung Zuhören/BR) und Tereza Vávrová (gemeinnützige Organisation Antikomplex) in einer zweisprachigen Doppelmoderation.

Sie führten kurze Gespräche mit den Schülern, die Geschichten hinter ihren Geschichten erzählten, sowie mit einigen Vertretern der Projektpartner, zum Beispiel mit Gabriela Paetzolt (Jugendmedienzentrum T1), Andreas Wagener (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und Augustinus-Gymnasium Weiden) und Václav Vrbík (Antikomplex). Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung wurden die Gäste zu Umtrunk und Austausch eingeladen.

Ab ins Nachtleben

Die Pilsner Schüler nutzten die Gelegenheit und zeigten ihren Gästen aus Weiden die Stadt und ihre Clubs und konnten dadurch ihre Freundschaft noch weiter vertiefen. Zu den Partnern und Sponsoren des Projekts zählten die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks, der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, die Sparkasse Oberpfalz Nord und die Vereinigten Sparkassen.
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