Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit breitem Themenspektrum - Zwei neue ...
Fleiß, Tiefgang und Toleranz

Bernardette Schöner (Zweite von links) und Magdalena Resch sind frisch gebackene Mitglieder der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Der jüdische Vorsitzende Werner Friedmann (links), der evangelische Vorsitzende Pfarrer Peter Peischl und sein katholischer Amtsbruder Alfons Forster (von rechts) freuen sich über den Zuwachs. Bild: man
Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ist keine Altherren- und Damenriege. Sie ist moderner denn je mit ihren Vereinszielen "Vorurteile gegenüber Rasse und Herkunft zu überwinden, gegen weltanschaulichen Fanatismus, religiöse Intoleranz und nationale Überheblichkeit anzugehen und die Würde aller Menschen zu achten."

52 Einzelpersonen und 19 Paare gehören augenblicklich der GCJZ an. Zwei junge Damen, Magdalena Resch und Bernardette Schöner, gaben in der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Café Mitte ihren Mitgliedsantrag ab. Im Namen des jüdischen Vorsitzenden Werner Friedmann und des evangelischen Vorsitzenden Pfarrer Peter Peischl begrüßte der katholische Vorsitzende Pfarrer Alfons Forster 14 Mitstreiter. Monika Ilg zog Bilanz.

Fünf Vorstandssitzungen wurden gehalten und zwei Rundbriefe mit Veranstaltungsterminen verschickt. Am 5. April war die Gesellschaft mit einem Stand auf der "Freiwilligen-Messe" vertreten, die erstmals in Weiden stattgefunden hat. Hier konnten Vereine ihre Ziele und Aktivitäten vorstellen.

Die Flosser Synagoge war wieder Schauplatz der Feierlichkeiten der Woche der Brüderlichkeit, bei der Rabbiner Danyel Morag und der Flosser Posaunenchor zu Gast waren. Monika Ilg sprach im Mai über das Thema "Haben christliche Feiertage einen jüdischen Ursprung. Eine Auseinandersetzung am Beispiel Pessach und Ostern". Dies war gleichzeitig ihre Generalprobe für den gleichen Vortrag beim Katholikentag in Regensburg, an dem auch Pfarrer Forster an der Organisation des christlich-jüdischen Dialogs beteiligt war.

Ilg hat auch ein wunderbares Referat gehalten über den Einfluss des Jiddischen in den deutschen Dialekten. Im Terminkalender standen auch das Sommerfest in Michldorf, ein Benefizkonzert in der Flosser Synagoge, die Gedenkveranstaltung zum November-Pogrom, ein beachtlicher Vortrag von Dr. Sebastian Schott über jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg und ein unterhaltsamer Vortrag von Pfarrer Forster und Manfred Hartung über Entstehung, Inhalt und Hintergründe des religiösen Witzes. "Wir waren sehr fleißig", konstatierte Monika Ilg. Kassier Franz Häring berichtete von einem erfreulichen Kassenstand durch Beiträge und Spenden, der es ermögliche, weitere Veranstaltungen zu organisieren und den Jahresbeitrag von 23 Euro für Einzelmitglieder, 25,50 Euro für Ehepaare sowie 5,50 Euro für Schüler, Azubis und Studenten stabil zu halten.

Schriftführerin Constanze Schöner stellte abschließend ein hochgelobtes Buch des griechisch-stämmigen Journalisten Eric Metaxa vor mit dem Titel "Bonhoeffer - Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet", das Theologen ebenso begeistert wie geschichtlich interessierte Laien.
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