Gespickter Spitzen-Sport

Heuer traten die "Red Devils" aus Rothenstadt bereits zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in der Bundesliga an. Stehend von links: Uysal Dogan, Wolfgang Breitschaft, Tanja Hasenöhrl, Thomas Zipperer und Kay Seidel. Sitzend von links: Kapitän Richard Baier, Christian Bartsch und Christian Glonner. Bild: hfz

Darts wird immer beliebter. Noch immer aber scheiden sich die Geister, ob das Spiel mit den Pfeilen echter Sport ist. Für Dart-Bundesliga-Spieler Richard Baier aus Rothenstadt ist die Antwort klar. Und er hat auch eine gute Begründung parat.

Die Begeisterung für Darts hat auch Deutschland erfasst. Seit vor einigen Jahren der TV-Sender Sport 1 mit der Übertragung von Darts begonnen hat, nimmt die Popularität für das Geschicklichkeitsspiel mit den kleinen Pfeilen immer mehr zu. Vor dem Fernseher fiebert auch Richard Baier mit. Der 36-Jährige ist Kapitän des Dartclubs "Red Devils Rothenstadt" und spickert schon seit den 1990er Jahren. Sein Team trat heuer bereits zum dritten Mal in der Bundesliga Bayern Nord (Deutscher Sportautomatenbund) an.

"Wir probieren immer, dass wir mindestens zweimal gemeinsam in der Woche trainieren. Zudem schaut jeder, dass er daheim etwas macht", sagt Baier. Zum Ende der Saison haben die Rothenstädter den sechsten Platz belegt und damit zwei Mannschaften hinter sich gelassen. "Leider haben wir die letzten drei Spiele verloren. Jetzt müssen wir noch einmal ran", erklärt Baier. Im Februar entscheidet es sich, ob die "Red Devils" in der Bundesliga bleiben. Dann nämlich treten sie in Eslarn bei den Aufstiegsspielen an. Die weiteste Fahrt mit über 230 Kilometer hatten die Dartspieler in der vergangenen Saison nach Geraberg (Thüringen). Die Rothenstädter sind auch bei vielen Turnieren und Meisterschaften dabei. 2006 schafften es Baier und sein Kollege Kay Seidel sogar in die Nationalmannschaft. Dass Darts oft in die Ecke des Kneipensports geschoben wird, ärgert den 36-Jährigen. "Für mich ist das echter Sport. Wir trainieren sehr viel. Je höher ich spiele, desto ernster wird es. Beim Luftgewehrschießen ist das doch auch so", wundert er sich über die Vorbehalte.

Steel-Darts im Kommen

Im Gegensatz zu den Fernsehübertragungen, wo die Spieler mit Steel-Darts werfen, duellieren sich die "Red Devils" an einem Spielautomaten. "Steel-Darts ist bei uns in der Region noch nicht so populär, aber es ist im Kommen", sagt Baier. Die Unterschiede zwischen dem klassischen (Steel) und elektronischen Darts sind unter anderem das Gewicht der Pfeile, der Abstand zur Scheibe und dass die Steel-Darter selber mitzählen müssen. Jeder, der auf Darts Lust hat, kann bei den "Red Devils" vorbeischauen. Sie spielen immer in ihrem Vereinslokal "Grüne Au" in Rothenstadt.
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