Gestiegene Kosten: Tierschutzverein fordert nahezu doppelten Betrag von der Stadt
Mehr Geld für Fundtiere

Zamperl hinter Gittern: Um Fundtiere kümmert sich in Weiden der Tierschutzverein. Archivbild: Hartl
Eigentlich ist es eine Aufgabe der Stadt. Laut Vereinbarung von 1973 kümmert sich jedoch der Tierschutzverein um Hunde, Katzen und andere Tiere, die herrenlos durch die Gegend streunen. Dafür zahlt die Stadt dem Verein eine jährliche Aufwandsentschädigung von 11 790 Euro. Jetzt will er fast doppelt so viel Geld.

Über das Anliegen berät am heutigen Dienstag der Finanzausschuss (Beginn 14.30 Uhr, Neues Rathaus). Bemessen an der Einwohnerzahl Weidens, betrug der Pauschalbetrag für Fundtiere 26 Cent pro Einwohner. Wie es im Vorlagebericht der Verwaltung heißt, kommt der Tierschutzverein nicht mehr auf seine Kosten: aufgrund von "gestiegenen Energiekosten und tierärztlichen Behandlungen sowie rückläufigen Spendeneinnahmen". Bleibt alles beim Alten, könne er eine artgerechte Tierhaltung nicht mehr gewährleisten. Analog zu einem Vertrag mit den Landkreis-Kommunen vom 1. Januar 2013 wünscht sich der Verein eine Anhebung auf 50 Cent pro Einwohner. Die Stadt müsste pro Jahr etwa 10 000 Euro mehr zahlen. Eine Alternative hat sie kaum. Lehnt die Stadt ab, könnte der Tierschutzverein die alte Vereinbarung kündigen. Dann müsste sich die Stadt selbst um die Unterbringung der Fundtiere kümmern, dazu Räumlichkeiten und Personal bereitstellen. Die Verwaltung verweist zudem darauf, dass der Verein 2011 einen 60 000-Euro-Zuschuss für einen Tierheim-Neubau nicht abgerufen habe. Dieses Projekt sei nach erfolgloser Standortsuche inzwischen geplatzt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.