Getrost kann man den Landkreis Amberg-Sulzbach als die Kirwa-Hochburg der Oberpfalz bezeichnen. In den Sommermonaten vergeht nahezu kein Wochenende, an dem nicht irgendwo im Umland Juchizer zu hören sind. Auch in Laubhof gibt es ein solches Fest.
Stiller Dank und nicht krachert

Den Gottesdienst an der Kapelle gestaltete Pfarrer Klaus Eberius. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gitarrengruppe mit Singkreis unter der Leitung von Günther Vogl (blaues Hemd, mit Gitarre) Bild: ild
(ild) Einen Kirwabaum wird man hier vergeblich suchen, genauso wie Moidln und Burschen in schicken Dirndln und Lederhosen, die austanzen und dabei Gstanzln singen. Viel kleiner und beschaulicher ist die Kirwa am Laubhof.

An der Kapelle auf dem Anwesen der Familie Ulrich feierte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Michael Gottesdienst, gestaltet wurde er von Pfarrer Klaus Eberius. Für festliche Musik sorgte die Gitarrengruppe mit Singkreis unter der Leitung von Günther Vogl.

Pfarrer Eberius freute sich, dass das Wetter dem Fest diesmal keinen Strich durch die Rechnung machte. "Kirchweihen gibt es solche und solche", stellte Eberius fest. "Schauen wir einmal auf die vielen Kirwan, die zunehmend modern geworden sind. Bei mir daheim in Niederbayern würde man solche Feste als lärmend, oder sogar krachert bezeichnen." Jedes Dorf wolle heutzutage beweisen, dass es den größeren, mächtigeren Baum aufstellen könne. Daran sei auch nichts verkehrt, doch die Kirwa am Laubhof folge anderen Regeln: "Heute haben wir Gelegenheit, dankbar zu sein, dass wir ernten und genießen dürfen, was Gott uns hat wachsen lassen, und dass wir alles haben, was wir brauchen", sagte der Geistliche. Doch so verschieden die Feste auch seien, eines hätten sie alle gemeinsam: "Sie feiern, wie schön das Leben ist", erklärte Eberius.

Nach der Messe lud die Familie Ulrich in alter Tradition zum weltlichen Teil auf den Hof ihres Anwesens ein, wo für Speis und Trank gesorgt war.
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