Gewaschenes Brauchtum

Das Geldbeutelwaschen in Rothenstadt soll Glück und Reichtum ins Portemonnaie spülen nach der lockeren Faschingszeit. Rechts an der Wanne Organisator Lorenz Kiener und links Redner Günther Mayer, die ihre Börsen kräftig im Beisein von Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler (rechts) wuschen. Bild: Dobmeier
Die "liebe Trauergemeinde" war beisammen: So begrüßte Organisator Lorenz Kiener die etwa 30 Gäste, die der Stammtisch der "Höslbräu-Schänke" am Aschermittwoch versammelt hatte. Zum Geldbeutel-Waschen. Durch diesen Brauch soll sich das im Fasching arg strapazierte Portemonnaie wieder mit neuen Moneten füllen. Zur Zeremonie am Beginn der Fastenzeit ging es hinaus vor die Schänke. Kiener schöpfte aus dem nahe gelegenen Bach Wasser in eine Blechwanne. Günther Mayer hielt dazu eine gereimte Ansprache.

Jeder durfte seinen Geldbeutel waschen, um ihn dann auf einer Wäscheleine aufzuhängen. Ein besonders große Exemplar, den Wirtshausgeldbeutel, wusch Wirtin Piroschka Hösl. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler freute sich, dass der Brauch, den auch schon sein Vorgänger Rudolf Zenger pflegte, in Rothenstadt fortgeführt wird.
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