Glasklare Wahrheiten

Weinkenner und Glasdesigner Maximilian Riedel mit einem raffinierten Dekanter zum Belüften des Rotweins. Gefertigt wurde diese Karaffe in Kufstein. Bild: Dobmeier

Weinglas ist nicht gleich Weinglas. Das erkannte eine Vielzahl von Gästen bei der Weinverköstigung in der Max-Reger-Halle.

Neben dem Aussehen des Glases spielt die Art, wie es den Wein zum Gaumen führt, eine entscheidende Rolle. Ebenso wichtig sind selbstredend die Aromen, die Herkunft und das Alter des Weins.

Das erörterte Nachtmann-Geschäftsführer Alois Kaufmann vom Werk Weiden, der auch Bürgermeister Jens Meyer, zahlreiche Geschäftspartner und Freunde sowie Mitarbeiter der Werke aus Weiden und Amberg begrüßte. "Vor 30 Jahren wurde der Grundstein für die Nachtmann-Produktionsstätte in Weiden gelegt."

Seit zehn Jahren gehöre der Konzern zur Riedel-Gruppe. Er dankte der Geschäftsführung mit Vater Georg Riedel und Sohn Maximilian, ohne die es die Produktion von Nachtmann mit etwa 300 Mitarbeitern in Weiden nicht mehr gäbe.

Vor zehn Jahren ging die Serie "O", ein Glas ohne Stiel, in Produktion in Amberg. Entworfen hat es Maximilian Riedel. Das kam an. Die Nachtmann-, Spiegelau- und Riedel-Gruppe steigerte ihren Umsatz von 5 auf 50 Millionen Dollar in den USA jährlich. Auf der Messe Ambiente in Frankfurt zeigte Riedel ein für Coca-Cola entwickeltes Glas in Zwiebelform, ähnlich der Cola-Flasche, bei dem die Kohlensäure beim Einschenken reduziert wird und sich das Aroma besser entwickeln kann.

Maximilian Riedel, Chef der Glasdynastie Riedel in elfter Generation aus Kufstein in Tirol, war es dann auch, der die neue Kreation des Werkes Weiden präsentierte: Es handelt sich um eine Glasserie namens "Veritas", entwickelt unter der Regie von Franz Schmid. Die Funktionalität bestimmt die Form. Dies machte sich bei der Weinverkostung in drei verschieden Gläsern bemerkbar. So kamen jeweils die Aromen, die Bodencharaktere und der Alkohol anders zur Geltung.

Auch Champagner lasse sich aus einem "Veritas"-Glas besser genießen. Denn es kombiniere die bekannte Flötenform und ein Weißweinglas. So kreierte es Nachtmann in Zusammenarbeit mit führenden Champagner-Produzenten, um Aroma und Parfüm des Champagner optimal zur Geltung zu bringen.
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