Gleich zweimal Weltkulturerbe
Hintergrund

Die "Große Bergbande".
Weiden. (wd) Die Weidener präsentieren sich den Annaberg-Buchholzer mit Stadtkapelle und dem Fähnlein der Feuerschützen unter Leitung von Friedrich Bronsart. Doch dann lassen die Gastgeber ihre Gäste staunen - über das großartige kulturelle Angebot bei der Museumsnacht, das sie unter das Motto "19. Jahrhundert" stellen. Sie müssen sogar Pendelbusse einsetzen.

Die Nachtwächter ziehen mit einer großen Schar durch die Straßen, erklären die Geschichte der prächtigen Bürgerhäuser und führen in den geheimnisvollen Gewölbekeller des Lazarus-Ercker-Hauses, das auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes steht. 2016 soll auch das älteste deutsche technische Museum, der Frohnauer Hammer, zum Weltkulturerbe erklärt werden. Die "Manufaktur der Träume", gleich neben dem Kulturzentrum Erzhammer, ist längst mehr als eine riesige Puppenstube. Direkt im Hof des Erzgebirgsmuseums geht's hinab in ein wiederentdecktes Silberbergwerk. Rechts am Eingang entdecken die Weidener Vertrautes: Die "große Bergbande", von Hans Simon Feilner geschaffen, hat Stadtarchivarin Petra Vorsatz aus dem Weidener Stadtmuseum mitgebracht. Und in der St. Annen-Kirche erklingt Regers Musik.

Bevölkerungszahl endlich stabil

Weiden. (wd) Der Bevölkerungschwung plagt die Partnerstadt Annaberg-Buchholz seit Jahrzehnten. Davon zeugen die vielen Leerstände im Wohn- und Geschäftshäusern - auch in guten Lagen. Würde er von den "einstigen Zahlen" ausgehen, so erklärt Oberbürgermeister Rolf Schmidt, müsste seine Kommune aufgrund der Eingemeindungen fast 50 000 Bürger zählen. Doch es sind nur 20 300. Schmidt versucht dieser Zahl aus dem Mai Positives abzugewinnen: Erstmals überhaupt nämlich habe Annaberg-Buchholz keine Mitbürger verloren. "Wir sind endlich stabil."

Auf dem Wunschzettel des Oberbürgermeisters stehen daher Investoren, die Arbeitsplätze schaffen, damit die abgewanderten Annaberg-Buchholzer wieder zurückkommen können.
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