Gnadenfrist für den Lauterach-Express

Der Trend bei den Fahrgastzahlen zeigt nach untern - für den Lauterach-Express läutet bereits das Totenglöcklein. Eigentlich hatte es in der Beschlussvorlage des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) geheißen, die Freizeitlinie solle eingestellt werden. Dann aber räumte ihr das Gremium eine Gnadenfrist ein.

Seit 2008 lässt der ZNAS an Sonn- und Feiertagen zwischen 1. Mai und 1. November Tagestouristen aus dem Großraum Nürnberg per Bus in Neumarkt abholen und ins Lauterachtal sowie den Hirschwald bringen. "Es geht hauptsächlich um Ausflügler aus Franken, die wegen der besseren Verbindung, nicht Amberg, sondern Neumarkt ansteuern", erläuterte ZNAS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Haas. Nach einer zufriedenstellenden Startphase sei die Zahl der Fahrgäste 2013 und 2014 stark eingebrochen. Im vergangenen Jahr hätten nur noch 562 Personen das Angebot genutzt.

Verbandsrat Hans Kummert aus Hahnbach fand den Dreh, wie die Linie vorerst am Leben erhalten werden kann. Er plädierte dafür, die betroffenen Kommunen stärker zu beteiligen. "Vielleicht ist den Gemeinden das Angebot ja so wichtig, dass sie einen größeren Beitrag zum Erhalt leisten wollen."

Bisher teilen sich der ZNAS, die angefahrenen Kommunen und der Landkreis Neumarkt die Kosten von rund 15 000 Euro pro Jahr. Die Verbandsversammlung beschloss, den Lauterach-Express in seiner bisherigen Form doch noch ein weiteres Jahr anzubieten. Die ZNAS-Geschäftsstelle soll bis 2016 Lösungsmöglichkeiten mit den Gemeinden im Lauterachtal und dem Hirschwald ausloten. (upl)
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