"Goldene Straße"
Rund um den Markplatz

Zur Marktplatzgestaltung befasste sich der Stadtrat auch mit dem Wagenrad als weiteres Kunstwerk. Vor allem ging es um den begleitenden Text. Der Verwaltungsvorschlag lautete "Goldene Straße Nürnberg-Prag 1367 Kaiser Karl IV". Bauamtsleiter Martin Beck erläuterte die Jahreszahl: "1367 hat Kaiser Karl IV. bestimmt, dass die Goldene Straße durch Hirschau führt."

Von da an sei die Stadt aufgeblüht. SPD-Stadtrat Günter Amann fand die Schlagworte eher verwirrend: "Das sind drei völlig verschiedene Botschaften." Die Aufschrift, dass das Rad die Goldene Straße symbolisiere, genüge völlig. "Wir können ja in die Goldene Straße einen QR-Code reinmachen", scherzte Bürgermeister Hermann Falk. Ganz ohne Schriftzug könnte Peter Leitsoni (CSU) nach eigener Aussage gut leben: "Lassen wir doch das Kunstwerk wirken." Schließlich einigten sich die Stadträte auf "Goldene Straße Nürnberg-Prag".

Baumschutz

Das Gremium beauftragte den Stadtplaner Josef Garnhartner damit, Standorte innerhalb der Stadt für eine Elektro-Auto-Tankstelle zu suchen. Zum Baumschutz hieß es, dass Heimatpfleger Sepp Strobl diese Teile schmieden würde, die Stadt nur das Material zahlen müsste. Damit waren alle einverstanden.

Ausstattung

Sollte die Ausstattung der Freischankflächen einheitlich sein oder sollte es den Gastronomen freigestellt sein, was sie nehmen? Diese Frage diskutierten die Stadträte. Karin Waldhauser (SPD) sprach sich für bestimmte Vorgaben aus, Dr. Hans-Jürgen Schönberger (CSU) erachtete den Flyer mit Empfehlungen der Stadt Nürnberg als sehr praktikabel. Lediglich Empfehlungen wünschte sich Johanna Erras-Dorfner (Freie Wähler): "Es wird nicht alles schöner, wenn alles gleich ist." Günter Amann (SPD) meinte, die Empfehlungen sollten verbindlich sein. "Der Marktplatz wird mit Plastikstühlen aus dem Baumarkt nicht schöner." Er regte Übergangsfristen an, was Tobias Meindl (Freie Wähler) teilte.

Bürgermeister Falk fasste zusammen, womit alle einverstanden waren: Die Stadt stellt Pflanztröge, legt verbindliche Empfehlungen für die Ausstattung der Freischankflächen fest, gewährt eine Übergangsfrist von drei Jahren. (san)
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.