Greenpeace-Fotograf Markus Mauthe zeigt die Schönheiten, aber auch Bedrohungen des Planeten ...
"Da läuft etwas schief"

"Wir nutzen mehr Rohstoffe, als uns eigentlich zusteht." Markus Mauthe warnte bei seinem Vortrag in der Max-Reger-Halle davor, die Ressourcen der Erde auszuschöpfen, so dass die nachfolgenden Generationen Mangel leiden müssten. Bild: Kunz
"Es geht um die Biokapazität der Erde. Das ist nichts anderes, als all das, was der Planet seinen Lebewesen an Rohstoffen zur Verfügung stellt und gleichzeitig an Zeit bekommt, zur Reproduktion." Denn an die Nachfolgegenerationen sollte man schon auch denken, unterstrich Markus Mauthe am Freitagabend bei der Einführung zu seinem Vortrag in der Max-Reger-Halle.

"Da läuft was schief", betonte der Greenpeace-Fotograf. "Wir nutzen mehr Rohstoffe, als uns eigentlich zusteht." Wenn die Menschheit so weitermache, müssten die Nachgeborenen an Mangel leiden. All die herrlichen Aufnahmen an schöner, unverfälschter Natur, die Mauthe seinem Publikum zeigte, seien dann hochgradig gefährdet.

Reise durch die Kontinente

In seiner Multimedia-Reportage im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace, nahm der Fotograf sein Publikum mit auf eine Reise durch sechs Kontinente zu beeindruckenden Naturlandschaften. Mit seiner Kamera hielt er Wasser, Wiesen, Steine und Wälder fest. Immer darauf bedacht, die vier Lebensräume in Verbindung untereinander zu halten.

Nur drei Prozent des Wassers auf der Erde sei trinkbar, also ein kostbares Gut. Zwei Drittel davon seien im ewigen Eis eingeschlossen. Gleichzeitig machte er sich Gedanken, wie es Zuhause mit dem Ökosystem Wald aussehe. Gäbe es den Eingriff des Menschen nicht, wäre ein Großteil der Fläche Europas mit Buchenwäldern bedeckt.

In der heutigen Realität seien aber nur noch zwei bis drei Prozent aller Wälder mit Buchen bestückt. Ließe man die Natur gewähren, würde sich die Buche wieder Platz verschaffen. In seinem Vortrag fing Mauthe zunächst aber die Wälder Kanadas und Alaskas in Bildern ein. Er zeigte tanzende Nordlichter, Gletscher, Eisbären und Walrosskolonien.

Er portraitierte aber auch wundersame Kalkskulpturen der ägyptischen Weißen Wüste und heftete sich an Hufe und Pfoten wilder Tiere in der Serengeti. Wie gemalt wirkten die Iguazu-Wasserfälle Brasiliens im Morgengrauen und der Sternenhimmel über Feuerland oder die Bergpässe im Himalaja.

Ein kompexes Geflecht

Die Erde habe viele Gesichter, unterstrich Mauthe, der wegen einer Stimmbandentzündung seinen Vortrag über Band abspielte. "Wir müssen sie als ganzheitlichen Organismus begreifen. In einem komplexen Geflecht ist alles Leben miteinander verbunden." Jede Veränderung, die Vernichtung des Regenwaldes etwa, oder die Ausrottung einer Fischart, habe weitreichende Folgen für das gesamte Ökosystem.

Mit seiner Kamera formulierte der Fotograf eine Liebeserklärung an die Erde und versuchte, die Zuschauer für eine intakte Welt zu begeistern. Punktuell zeigte er die Bedrohung der Erde durch den Menschen. Eines der größten Probleme der Zukunft: Der Müll.
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