Greenpeace sammelt neuwertige Klamotten - "Überkonsum" wirksam eindämmen
Kleidertausch vor dem Rathaus

Es gab alles kostenlos. Selbst zu Kaffee und Kuchen wurden die Besucher eingeladen. Wichtig war es dem Veranstalter Greenpeace, die Nachhaltigkeit der Aktion herauszustellen. Bild: R. Kreuzer
Deutschlandweit führte Greenpeace am Samstag die Kleidertauschparty durch. Zahlreiche Kleidungsstücke, die nicht oft oder gar nicht getragen wurden, hängen in den Kleiderschränken. Die Umweltorganisation Greenpeace Weiden bot eine Lösung an: Vor dem Neuen Rathaus stellten die Organisatoren um Sprecher Ali Zant Biertische und -bänke auf und bauten ein Zelt auf, um gegen Regen geschützt zu sein. Da es trocken blieb, nutzten die Helfer es als kleine Lagerstätte.

Für eine besondere Note sorgte Harfenspielerin Annette Rösel mit ihrer Live-Musik, die die Besucher empfing. Schon pünktlich um zehn Uhr kamen die ersten Teilnehmer und brachten tadellose Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires. "Wir nehmen alle Größen, von Schuhen bis zu den Mützen", sagte Zant.

Große Auswahl

Helfer sortierten die Klamotten und legten sie auf den Tischen in den aufgestellten Pavillons aus. Das Stöbern, Anprobieren und Tauschen konnte beginnen. Und weil mehr Kleidung angeboten als mitgenommen wurde, stieg die Auswahl. "Wichtig ist uns mit dieser Aktion, die Nachhaltigkeit zu überdenken, den Überkonsum einzudämmen und auch Fehlkäufe an den Menschen zu bringen, der die Kleidung braucht", sagte Zant. Dabei danke er zugleich Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der diese Premiere gar vor dem Neuen Rathaus gestattet hatte und auch die Idee gut fand.

Wenn diese Sondergenehmigung erfolgreich ist, wird eine jährliche Wiederholung stattfinden. "Das wird sich erst nach der Veranstaltung zeigen. Aber auf jeden Fall gibt es schon einen Gewinner der Aktion." Die liegen gebliebenen Kleidungstücke gehen an das Gebrauchtwarenkaufhaus Lucas in Marktredwitz. Es versorgt den Lucas-Laden und die Kinderarche in Sarajevo mit günstiger Kleidung.
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