Große Schritte im kleinen Kreis

Nur bei ganz konkreten Betriebsansiedlungen werden im Gewerbegebiet West IV (rechts der Bundesstraße) auch Bäume fallen. Archivbild: Michael Ascherl

Nix war's mit Weiberfasching. Stadtkämmerin Cornelia Taubmann ging am Donnerstag zwar auf große Tour, aber die führte zu intensiven Gesprächen zur Immobilien Freistaat Bayern. Wichtige, wenn auch nicht überraschende Erkenntnis: Der Freistaat verkauft für das Gewerbegebiet West IV nicht normalen "Wald", sondern teureres Bauland.

Schon in den nächsten Tagen werde die Stadt Weiden offiziell den Kaufantrag stellen. Vorgesehen seien mehrere Lose, erklärte Taubmann nach der Reise, auf der sie von weiteren Spitzenbeamten der Stadt begleitet worden war. "Wir sind auf einem guten Weg."

Dabei sei klar, dass Waldkauf, Rodung und Erschließung der Flächen nur Zug um Zug, bei ganz konkreten Ansiedelungen erfolgen sollten. "Vermutlich dehnt sich das Zeitfenster auf 20 oder gar 30 Jahre", erklärt die Stadtkämmerin. Die Immobilien Freistaat Bayern, die den Wald verkaufe, wolle sicher sein, dass die Flächen nicht als Spekulationsobjekte dienten. So lange es keine konkrete Ansiedlung von Betrieben gebe, blieben die Flächen selbstverständlich in der Waldbewirtschaftung.

Diskussion am 19. März

Überraschend gut voran komme die Projektgruppe West IV, in der neben den Fachstellen im Rathaus - je nach Spezialthema - auch externe Fachleute tätig sind. Mit Projektsteuerer Reinhard Brodrecht (Gesellschaft Beratende Ingenieure, Herzogenaurach) werden die bisherigen Ergebnisse "aus der Arbeitsebene" in einer gemeinsamen Sitzung der neuen Lenkungsgruppe erläutert, in der die politischen Vertreter verankert seien. "Wir alle haben enorme Vorarbeit geleistet und machen in diesem kleinen Kreis wirklich große Schritte", betonte die Stadtkämmerin, die inzwischen auf vier Projektgruppensitzungen seit dem Bürgerentscheid im November verweisen kann.

Das große Publikum sucht die Stadt dann am 19. März: In einer öffentlichen Veranstaltung werde der Bebauungsplan-Entwurf, an dem intensiv gearbeitet werde, vorgestellt. An hochinteressanten Teilaspekten fehlt es dabei nicht: Verkehrsführung, Natur- und Artenschutz, Lärm- und Hochwasserschutz.

Bis zum Jahresende soll das Bebauungsplanverfahren bereits abgeschlossen sein.
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