Großes Kino für "Not und Leid"

Es ging schon beim Smalltalk um Mode, die wenig später im Film "Yves Saint Laurent" dann zur genialen Kunstform erhoben wurde. Der Lions-Club Weiden hatte am Mittwoch zum großen "Lions-Kino-Galaabend" ins Neue-Welt-Kinocenter geladen. Zum nunmehr zehnten Mal.

Die Vorfreude auf den Film hing halbfertig im Foyer an Kleiderständern: Tweed Sakkos. Andreas Mollers Winterkollektion. Heuer voll im Trend: Der grobe Stoff. Der Clou: Der Weidener Herren-Designer habe den Tweed gebrochen mit englischen Karostoffen, sagte er.

Aus Paris eingeflogen

Wieder stand die Weidener Firma Vantage als Sponsor Gewehr bei Fuß. Peter Märtin und Wolfgang Bäumler taten das gern. Als Ehrengast hatten sie Kameramann Thomas Hardmeier direkt aus Paris einfliegen lassen.

"Wir sind mehr als ausverkauft", jubelte Michael Richthammer, Organisator der Charity Movies. "Wir haben in den letzten zehn Jahren 60 000 Euro für 'Not und Leid in Weiden' erwirtschaftet." Der Fond stehe zum großen Teil der Stadt Weiden und der Caritas zur Verfügung, die mit dem Geld Einzelfälle unterstützen. "Das meiste geht an alleinerziehende Mütter." Was mit dem Geld genau gemacht wird, entscheiden Monika Langner seitens der Stadt und Marie-Luise Schindler von der Caritas.

Für Speis und Trank hatten einmal mehr die Firma Peschke und das "Magische Projekt" unter Regie von Dagmar Meier gesorgt. Sie hatte wieder 15 Jugendliche als Türsteher, Kartenabreißer und Kellner mobilisieren können. Dafür bekamen auch sie ein Stück vom Kuchen ab.

Natürlich war der Film, der die Lebensgeschichte des berühmten Pariser Modeschöpfers erzählt, mit Hawk-Objektiven der Firma Vantage aufgenommen worden. Kameramann Hardmeier lobte den Weichzeichner, der hervorragend geeignet gewesen sei, die Stimmung in den 60er und 70er Jahren einzufangen. Acht Wochen habe er gedreht. Weitere acht Wochen seien für Vorbereitungen aufgewendet worden.

Art Director bei Dior

"Yves Saint Laurent" war Beitrag der Berlinale. Er erzählt vom jungen, talentierten Nachwuchs-Designer Saint Laurent, der mit 21 Jahren Art Director im renommierten Modehaus Christian Dior wird. Seine erste Haute-Couture Kollektion wird ein phänomenaler Erfolg. In Pierre Berge trifft er nicht nur die Liebe seines Lebens, sondern auch die treibende und ordnende Kraft in seinem selbstzerstörerischen Leben.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bedankte sich für die Hintergrundinformationen und machte die Not in Weiden deutlich. "Die gibt es wirklich." Lisa Nadler bekam vom Lions-Präsidenten Hans-Peter Lang einen Blumenstrauß für die Bereitstellung des Kinos. Herve Glatiny spielte und sang französische Chansons.
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