Halbes Jahrhundert für Judo

Ehrenvorsitzender Karl Ertel (rechts) und Stefan Bauer (Zweiter von rechts) hob Vorsitzender Josef Schörner (links) bei der Hauptversammlung des Judoclubs besonders hervor. Mit im Bild die weiteren Geehrten (von links): Alexander Kraus, Elli Reger, Julian Schmidt, Oliver Weiß und Jessika Bertelshofer. Bild: R. Kreuzer

Er stand von Anfang an beim 1. Judoclub Weiden auf der Matte: Vereinsgründer Karl Ertel, der nun auf 50 Jahre Judosport zurückblicken kann. Dafür feierte ihn der Club groß. Auch sonst gab es bei der Hauptversammlung gute Nachrichten - von einer abgesehen.

Ein ereignisreiches Jahr mit vielen sportlichen Erfolgen liegt hinter dem 1. Judoclub Weiden. Das erklärte Vorsitzender Josef Schörner bei der Hauptversammlung. Der Mitgliederstand liege unverändert bei knapp 240. Mit Jessika Bertelshofer, Manuela De Lazzer und Stefan Bauer hat der Verein drei neue Trainer mit Lizenzen im Team. Bertelshofer leistete mit mehr als 200 Übungsleiterstunden die meiste Trainerarbeit, aber auch den anderen dankte Schörner für ihre Arbeit.

In der Judoabteilung feierten Sonali Trauner und Jenny Rutka die größten Erfolge. Beide starten in der U21. Trauner holte bei der nordbayerischen und der bayerischen Meisterschaft den Titel und wurde Dritte bei der "Süddeutschen". Rutka gelang bei allen drei Meisterschaften jeweils ein dritter Platz. Abteilungsleiterin Jessika Bertelshofer berichtete von 33 besuchten Turnieren und Meisterschaften sowie von drei Gürtelprüfungen. Tamina Kammerer erwarb den 1. Kyu (Braungurt).

Der stellvertretende Abteilungsleiter Ju-Jutsu, Alexander Kraus, berichtete von der 25-Jahr-Feier mit Jubiläumslehrgang. Insgesamt wurden fünf Gürtelprüfungen abgehalten. Etwas ganz Besonderes schaffte Stefan Bauer: Er erkämpfte sich im Dezember den 5. Dan, die höchste Graduierung, die man durch sportliche Prüfung erreichen kann. Er zählt nun zu den wenigen Großmeistern seiner Kampfsportart in der Oberpfalz. Daneben errang Alexander Kraus den 4. Dan, Armin Völkl den 1. Zudem wurden Oliver Weiß, Julian Schmidt für 10 Jahre und Elli Reger für 13 Jahre Vereinstreue ausgezeichnet.

Eine besondere Würdigung erhielt Karl Ertel, Vereinsgründer und Ehrenvorsitzender. Er blickt nun auf 50 Jahre Judosport zurück. Vorsitzender Schörner beleuchtete aus diesem Anlass noch einmal seinen Werdegang: Seine Zeit als Sportler, die 1965 beim Turnerbund begann und die er mit dem 2. Dan abschloss, brachte ihm mehrere Bezirks- und Nordbayerische Meistertitel ein. Beeindruckend ist die Auflistung seiner Tätigkeiten als Trainer, Funktionär und Organisator. Unter anderem war er Bezirks- und Gebietsvorsitzender und Gründer des weiblichen Oberpfalzkaders. Ertel organisierte und richtete Meisterschaften in Serie aus und schaffte es, internationale Großereignisse nach Weiden zu bringen, zum Beispiel Länderkämpfe gegen Korea und Japan oder die European Open und die Deutsche Judomeisterschaft. Er wurde ins Organisationskomitee zur World Masters und der Judo-Weltmeisterschaft 2001 in München berufen. Entsprechend lang ist die Liste der Ehrungen, die er für diese außergewöhnlichen Leistungen erhielt, darunter zusammen mit dem Verein den Jugendpreis der Stadt und 2004 das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.

Beiträge steigen

Für 2015 konnte Abteilungsleiterin Jessika Bertelshofer über den 1. Platz von Jenny Ruthka bei der diesjährigen Bayerischen Meisterschaft berichten. Ab 2016 müssen die Aktiven 66 Euro - und damit 6 Euro mehr - an Spartenbeitrag zahlen. "Da der Judoverband die Jahresmarken drastisch erhöht hat", wie Schörner erläuterte. Dies blieb immerhin die einzige schlechte Nachricht der Versammlung.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.